Gewachsene Dorfstrukturen nicht opfern

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Buseck(pm). Mit Themen zur Kommunalwahl im März 2021 haben sich Busecks Freie Wähler (FW) anlässlich ihrer Klausurtagung befasst. "Nicht zu allen Themen werden Alleinstellungsmerkmale erreicht werden können, aber der Wähler soll wissen, wofür die Freien Wähler in Buseck stehen", sagte der Vorsitzende Manfred Buhl. Als Gast nahm der Mitbewerber um das Busecker Bürgermeisteramt, Michael Ranft, die Gelegenheit wahr, sich ein weiteres Bild zur Busecker Gemeindepolitik zu machen.

Inhaltlich ging es unter anderem um Verkehrsthemen: "Ginge es nach den Freien Wählern, so könnte der Verkehrskreisel beim Edeka-Markt und der Tankstelle in Großen-Buseck längst angefangen oder fertig sein", heißt es in der Mitteilung. Bereits 2018 sei auf FW-Antrag beschlossen worden, dort einen Kreisverkehr einzurichten und erste Mittel in den Haushalt einzustellen. Insofern werde der in der letzten Gemeindevertretung diskutierte "Versuchskreisel" als überflüssig angesehen, da der Bedarf unbestritten sei.

Auch ein Kreisverkehr bei der Firma Ruhl eingangs des Gewerbegebiets Flößerweg in Alten-Buseck würde nach FW-Ansicht zur Verkehrssicherheit und Verkehrssteuerung beitragen. Denn bei allem Verständnis für die Erweiterung der Gewerbegebiete müsse darauf geachtet werden, "dass die Verkehrsanbindungen passen und nicht Schleichwege durch die Wohnbebauung gesucht werden".

Forstwirtschaft als Thema

Zum Thema Radwege kam der Hinweis, man müsse auch an andere Verkehrsanforderungen denken, etwa an "Bahn- und Bushaltepunkte in den Gewerbegebieten, Belastungen der Ortsdurchfahrten in Beuern, Oppenrod und Alten-Buseck und die immer häufiger werdenden Probleme des ruhenden Verkehrs".

Auch die angespannte Situation in der Forstwirtschaft kam zur Sprache: Der Klimawandel mache auch vor Buseck nicht halt "und fordert zu einer Anpassung in der Forst-, Wasser- und Landwirtschaft auf". Der eingeschlagene Weg interkommunaler Zusammenarbeit im Wald habe sich als gut erwiesen und sei fortzuführen. Naturschutz und Naherholung seien in Einklang zu bringen. Vielleicht müsse man aber auch über eher unübliche Wege, etwa die Selbstüberlassung in bestimmten Bereichen, nachdenken.

Auf die "Erhaltung des sozialen Friedens" wurde beim Thema Bebauung und Gewerbeflächen im Rahmen der Tagung hingewiesen. "Gewachsene Dorf- und Gebietsstrukturen dürfen nicht zugunsten von Investoren geopfert werden", schreiben die Freien Wähler. Deshalb sei es wichtig, über angemessene Bebauungspläne zu steuern. "Einschränkung des Flächenverbrauchs, Sicherstellung des Eigenbedarfs und die Frage, wo Buseck in zehn oder 20 Jahren stehen will, erfordern einen Masterplan, der auf eine gezielte Bevölkerungs-, Orts- und Gewerbeentwicklung eingeht", heißt es in der Mitteilung.

Mit dem Thema "Freibad" habe man sich "sehr emotional befasst und einen weiteren Sitzungstermin zur einheitlichen Meinungsbildung vereinbart". Der Trend gehe "wohl eher in Richtung ›pro Freibad‹, aber lasst uns nochmals in Ruhe über das ganze Drumherum, wie zum Beispiel Wieseckinsel, Finanzierung, Förderung und so weiter, reden", äußerte sich Buhl zu diesem in Buseck heiß diskutierten Thema.

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