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Renate Schygulla leitet die Sänger an. Die Reihen sind durch eine Krankheitswelle lichter als gewohnt. Foto: siw

Gesungene gute Nachrichten

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Buseck(siw). Lieder als Balsam für die Seele sang nun der Chor "Tonikum" unter der Leitung von Renate Schygulla. Wie sich in die Tristesse des Novembers immer wieder helle Sonnenstrahlen stehlen, so mussten die Gäste auch bei den Chorvorträgen nicht auf heitere Anklänge verzichten. Zum Volkstrauertag erforderte die Auswahl der Stücke, die in der evangelischen Kirche Großen-Buseck zu hören waren, dennoch eine gefühlvolle Hand.

Der Chor begann mit einem Lied ohne Text: Bourrée für W. A. frei nach Leopold Mozart, dem Vater von Wolfgang Amadeus. Das sich anschließende "Music is number one" konnte man durchaus als Werbung für den Chorgesang verstehen. Musik verbindet und bewegt, lautete hier die Botschaft. Bei "Heaven is a wonderful place", einem Gospel in einer Bearbeitung von Wilfried Fischer, ließen sich die Besucher zum rhythmischen Mitklatschen hinreißen. Fast schon zum Abschluss verbreiteten die Sänger dann "Good news", ein Spiritual in einem Arrangement von Wolfgang Keiber. Und "Didn’t it rain" von Martin Stampfl ließ den Nieselregen vor der Tür vergessen.

Dass der Chor nicht geschrumpft sei, sondern die Reihen krankheitsbedingt stark ausgedünnt waren, darauf machte die stellvertretende Musikschulleiterin Andrea Eckwert aufmerksam. Das "Plus" im Konzertprogramm für "Tonikum", dem Chor der Musikschule Busecker Tal, stand für Flötistin Barbara Wolter und Andrea Eckwert am Akkordeon. Obwohl seit vielen Jahren Kolleginnen, war es für sie als Instrumental-Duo eine Premiere. Sicherlich versetzte ihr Repertoire aus irischen Weisen den einen oder anderen Besucher gedanklich in die grünen Weiten und an die spektakulären Steilklippen dieses Landes. Eckwert erfreute mit Gedichten von Rainer Maria Rilke, Christian Morgenstern, Theodor Fontane und Joachim Ringelnatz.

Klassisch-christlich gab sich der Chor mit Felix Mendelssohn Bartholdys "Sei stille dem Herrn" aus "Elias", wünschte eine gute Nacht mit "Neigen sich die Stunden" von Lorenz Meierhofer und entließ die sichtlich entspannten Besucher mit der Zugabe "Verleih uns Frieden gnädiglich" in den nasskalten Abend. Zuvor hatte Pfarrer Jürgen Kuhn das Friedensgebet von Franz von Assisi gesprochen.

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