Gespräche über Bedeutung der Martin-Luther-Schule

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Buseck(pm). Der Elternbeirat der Busecker Martin-Luther-Schule (MLS) will in diesem Jahr verstärkt dafür werben, dass von der Politik die Bedeutung der Schule in der Bildungslandschaft mehr gewürdigt und die Bedingungen verbessert werden. In einem ersten Schritt wurden Daniel May, bildungspolitischer Sprecher der Grünen im hessischen Landtag, und Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, nun zu einem Gespräch eingeladen. Dabei waren Schulleitung und Trägervorstand mit dabei.

Um die besondere Situation von Schülern mit psychischen Erkrankung zu erläutern, berichteten vier Elternvertreter von den Leidenswegen ihrer Kinder. Bei der Stabilisierung komme einem rechtzeitig gefundenen schulischen Umfeld eine hohe Priorität zu. Das Handicap sei nicht vergleichbar mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen, weil die Chance zur psychischen Gesundung in einem zeitweilig geschützten Umfeld ungleich höher sei. Eine Verzögerung von angemessener Hilfe bedeute immer auch eine Verschlimmerung, sagten die Elternvertreter.

80 Schüler auf Warteliste

Dirk Wolkewitz (Konrektor der MLS) leitet das Überregionale Beratungs- und Förderzentrum, das der Schule angegliedert ist. Man versuche dort zunächst, die anfragenden Lehrkräfte aus anderen Schulen im Umgang mit ihren psychisch kranken Schülern beratend zu unterstützen, um diese Kinder und Jugendlichen an ihrer Stammschule zu halten. Dies sei jedoch nicht immer möglich, daher die MLS wichtig. Derzeit stünden an den insgesamt vier Standorten der MLS (Buseck, Butzbach, Laubach und Fulda) 80 Schüler auf der Warteliste für einen Schulplatz.

May erklärte, er sehe in der Stärkung dieser Schule keinen Widerspruch zur Inklusion. "Die Versorgung im Bereich dieser Schulform muss eine größere Bedeutung in der Schulentwicklungsplanung haben."

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