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Entspanntes Grillen in Oppenrod mit Eric Richter-Belloff.

Geschmack braucht Zeit

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Buseck (siw). Zur Vorspeise verschiedene Bratwürste im Glas mit Soße, als Hauptgericht saftige Steaks und zum Nachtisch Roastbeef mit einem Zucchini-Relish. Das konnten 20 ausgeloste Teilnehmer - allesamt Leser der Gießener/Alsfelder Allgemeinen Zeitung bzw. Wetterauer Zeitung - kostenlos genießen. In die Kunst des Grillens wurden sie am Freitag an der Grillhütte in Oppenrod von Grillmeister Eric Richter-Belloff aus Alten-Buseck eingeführt. Dies geschah zunächst mit Worten, dann mit Taten.

Lukullischer Genuss mit Lerneffekt

Auf die Frage der Berichterstatterin "haben sie in diesem Sommer schon mehr als fünf Mal gegrillt" gingen alle Hände hoch. Konnten sie trotzdem heute noch etwas vom Grillmeister lernen? "Ja, auf jeden Fall. Nämlich, dass wir vieles falsch gemacht haben," antwortete Beate H. und fügte hinzu, dass es schon mit der Menge an Kohle (weniger tut’s auch) und dem richtigen Anzünden anfing. Eric Richter-Belloff ist kein Freund vom schnellen Grillen. Er unterstrich: "Wir müssen den Würsten und dem Fleisch Zeit zum Entfalten des Geschmacks geben." Würstchen könne man in nur fünf Minuten grillen, doch besser sei es, sie fast eine Stunde bei 100 Grad auf dem Grill zu lassen. Dem Roastbeef gönnte er fast drei Stunden zur Geschmacksentfaltung. Gewässerte Holzhackschnitzel (zum Beispiel Kirsch- oder Maulbeerbaum) in einer Aluschale zum Grillgut gestellt, gibt dem Fleisch eine besondere Note.

Zum Grillen sollte man größere und dickere Steaks verwenden, solche mit hoher Marmorierung erst kurz vor dem Grillen aus der Kühlung nehmen, magere Steak hingegen auf Raumtemperatur bringen. Rat des Profis: Salzen vor dem Grillen, pfeffern danach. "Damit der Pfeffer in der heißen Phase nicht verbrennt." Verbrannt ist unter den vielen wachsamen Augen am Freitag in der Grillhütte Oppenrod natürlich nichts - und geschmeckt hat es allen.

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