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Gerlis Zillgens

Gerlis Zillgens liest in Buseck

  • VonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Wenn Schüler bedauern, dass es gleich zur Pause klingelt, dann muss der Unterricht besonders fesselnd gewesen sein. In diesem Fall war es eine Autoren-Lesung von Gerlis Zillgens, die in der Bibliothek der IGS Busecker Tal zu Gast war.

Mit »Morgen Tiere, wird’s was geben« präsentierte sie eine besondere Weihnachtsgeschichte und las Ausschnitte aus »Anna und Anto - Plötzlich anders«. Die Geschichte handelt von 14-jährigen Zwillingen, die wie durch ein magisches Ereignis völlig unbeabsichtigt ihre Körper tauschten.

Der hohe Anteil an Situationskomik geht auf die sich daraus resultierenden oberpeinlichen Situationen, irrwitzigen Erklärungsversuche und die zunehmend irritierten Eltern zurück. Kaum spürbar, schleichen sich auch ernste Untertöne ein. Mädchen oder Junge? Wer bin ich? Wer bist du? Es geht um Klischees, Geschlechterrollen und Toleranz.

Mit dem Schreiben begann Zillgens als Zwölfjährige. Über beide Ohren in einen Schlagersänger verliebt (den Namen will sie nicht verraten), erfand sie damals Geschichten, in denen sich der strahlende Protagonist in das kleine rothaarige Fräulein verliebt. Nach dem Abi studierte sie Schauspiel, spielte und inszenierte etliche Jahre an diversen Landesbühnen und Stadttheatern.

Nach einer Zufallsbegegnung auf Gleis 5 des Kölner Hauptbahnhofs schlidderte sie ins Autorenleben hinein. Sie wurde eine der Autorinnen von Jürgen von der Lippes »Geld oder Liebe«, schrieb Spiele für verschiedene WDR-Shows. So kam es, dass sie in den letzten und wie sie sagt »glücklichsten Jahren« diverse Romane und Kurzgeschichten veröffentlichte, Serien-, Sitcoms und Filme entwickelte, Lesebühnen gründete und bereicherte, Schauspieler und Comedians gecoacht, Kabarettprogramme präsentiert, Schreibseminare ge- und viel Honorar erhalten hat. FOTO: SIW

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