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Um noch etwas Geduld bittet Edith Hollbach. Sobald der Rasen betreten werden darf, können die Geräte wieder rege in Anspruch genommen werden.

Generationen-Aktiv-Platz »aufgefrischt«

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Im Mai 2008 wurde der Generationen-Aktiv-Platz im Schlosspark eingeweiht. In Hessen war es die erste Anlage dieser Art. Die Hessenschau und hr 4 berichteten darüber. Infolge erhielt der Förderverein Kranken- und Pflegehilfe Buseck, der diese Möglichkeit zur körperlichen Betätigung im Freien für die älteren Herrschaften realisiert hatte, viele Anfragen von anderen Gemeinden.

Der Hype war groß. Inzwischen hat man sich in Buseck daran gewöhnt, dass direkt neben dem Kinderspielplatz für die Kleinen ein »Spielplatz« für die Großen vorhanden ist. Allerdings bot der zuletzt keinen schönen Anblick mehr. Während die Geräte noch alle funktionstüchtig waren, sah die Fläche ziemlich ungepflegt aus. Mit Unkrautzupfen allein war es nicht getan, da musste eine Fachfirma anrücken. Rund um die Geräte wurde durch einen ortsansässigen Betrieb der Boden abgetragen, befestigt und mit einem Pflaster versehen. Die Flächen dazwischen sind frisch eingesät. Bis der Rasen sprießt, darf die Fläche nicht betreten werden. Für diese Maßnahme hat der Förderverein Kranken- und Pflegehilfe fast 10 000 Euro in die Hand genommen.

2020 war die Jahreshauptversammlung pandemiebedingt ausgefallen. Ob derartige Versammlungen demnächst möglich sind, ist fraglich. Schatzmeisterin Edith Hollbach war es deshalb wichtig, dass zumindest eine Kassenprüfung erfolgt. Karl-Heinz Nicolai und Siglinde Wagner haben diese Aufgabe übernommen und konnten, wie nicht anders zu erwarten, der langjährigen Schatzmeisterin eine einwandfreie Kassenführung attestieren. Zahlreiche Buchungen für das Geschäftsjahr 2020 betrafen die Herstellung von Masken. Alle 320 Vereinsmitglieder wurden zu Beginn der Pandemie damit versorgt. »Damals waren Masken Mangelware. Es ist natürlich schade, dass wenige Monate später keine selbstgenähten Stoffmasken mehr benutzt werden durften«, sagt Hollbach. Der Förderverein unterstützte im Vorjahr eine Familie mit 1000 Euro, damit diese ihren privaten Pkw mit einer Hebebühne für einen Rollstuhl ausstatten konnte. Der evangelischen Kirche in Großen-Buseck wurde ein Rollstuhl für 475 Euro zur Verfügung gestellt.

Die von der Sozialstation der Johanniter betreuten etwa 200 ambulanten Patienten (überwiegend Vereinsmitglieder) erhalten alljährlich vom Förderverein zu Ostern einen Blumengruß und zu Weihnachten ein kleines Präsent. Die Handlupen wurden dankbar angenommen. Gratulationsbesuche zu privaten Jubiläen der Mitglieder und Krankenbesuche (soweit bekannt) konnten zwar nicht durchgeführt werden, dafür hielten die Vorstandsmitglieder telefonischen Kontakt und stellten kleine Aufmerksamkeiten vor die Tür.

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