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Verkehrsthemen liegen in Buseck allen Parteien am Herzen. Die Freien Wähler fordern nun ein Einschreiten der Landespolitik, damit es vorangeht - unter anderem für den Bahnübergang zum Industriegebiet.

»Gemeinde nicht zuständig«

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Buseck (pm). Die wichtigsten Probleme einer Verkehrswende können in Buseck nicht gelöst werden, weil die Gemeinde dafür offiziell nicht zuständig ist. Das sagen die Freien Wähler in einer Pressemitteilung und sprechen damit den Kreisel bei der Tankstelle, die Verlegung der Bahnsteige und einen Haltepunkt im »Industriegebiet Ost« an.

»Täglich erfahren wir, wo wieder einmal eine Behörde aufgrund struktureller Probleme versagt hat. Besonders betroffen sind die Bahn und Hessen Mobil«, heißt es in der FW-Mitteilung. Tarek Al-Wazir sei als Landesverkehrsminister dafür mitverantwortlich. Nach Ansicht der Freien Wähler Buseck könne nur er die bisherige Blockadehaltung aufbrechen. »Angeblich ist die Bahn ein Unternehmen, warum verhält sie sich aber wie eine Behörde im negativen Sinn?«, fragen die Freien Wähler.

Kritik an Bahn und Hessen Mobil

Die Bahn verweigere eine Sicherung des Bahnübergangs zum Industriegebiet mit Sensoren, obwohl hier schon drei schwere Unfälle passiert seien. Stattdessen fahre die Bahn mit verminderter Geschwindigkeit über diesen Bahnübergang. »Jeder Modelleisenbahner, der seine Anlage digital betreibt, könnte solche Sensoren an einem Bahnübergang selbst bauen. Ein Haltepunkt dort wird verweigert, obwohl mehrere Tausend Menschen in diesem Bereich arbeiten.«

Im Bahnhof Großen-Buseck seien im vergangenen Jahr neue Gleise verlegt worden, nicht wie üblich mit dem großen Schienenbauzug, sondern mit der teuren, herkömmlichen Methode. Der Grund dafür sei, dass die alten Bahnsteige zu dicht an den Gleisen sind. »Diese Bahnsteige sollten schon vor drei Jahren verlegt werden. Eine koordinierte Planung dazu ist offensichtlich nicht möglich«, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Busecker Kommunalpolitik sei sich seit vielen Jahren über alle Fraktionen hinweg einig, dass an der Kreuzung bei der Tankstelle in Großen-Buseck ein Kreisel gebaut werden soll. Als der alte Sportplatz aufgegeben und das Gelände an Edeka verkauft wurde, behielt die Gemeinde dafür schon die benötigte Fläche.

Zudem richte Hessen Mobil eine Baustelle vor der katholischen Kirche ein und flicke die Straße, ohne die Gemeinde zu informieren, lautet ein weiterer Kritikpunkt.

Die Kommunalpolitik in Buseck sei sich bei Themen wie Verkehrs- und Energiewende inhaltlich weitgehend einig. Ein Vorankommen scheitere an der Bahn und an Hessen Mobil. Daran könnte der »grüne« Minister etwas ändern, sagen die Freien Wähler.

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