Gemeinde kauft "Kleinmühle"

  • schließen

Buseck (con). Die Gemeinde Buseck will die "Kleinmühle" in Großen-Buseck kaufen. Der Kaufpreis soll bei 180 000 Euro liegen. Die Gemeindevertreter stimmten den Plänen nun in der jüngsten Sitzung zu.

Die genauen Details wurden - wie bei solchen Grundstücksgeschäften üblich - hinter verschlossenen Türen behandelt. Klar ist jedoch, dass der Kauf im Zuge ein Bestandteil des "Stadtumbaus" ist. Durch den Kauf ergeben sich gestalterische Möglichkeiten auf der Wieseckinsel. So könnte jetzt der nördliche Teil zu einem öffentlichen Bereich mit Spielplatz umgewandelt werden. Auch eine Fortführung des Fußweges entlang des Wieseckdamms wäre nun möglich.

Die Vergrößerung des Gewerbegebiets Flößerweg in Alten-Buseck kann jetzt vorangetrieben werden: Seit drei Jahren arbeitete die Gemeinde daran, Flächen am Flößerweg und am Holzpfad in ihren Besitz zu bekommen. Das ist nun erfolgt. Für eine Vergrößerung des Gewerbegebiets ist jedoch eine Neuordnung der Flächen notwendig. Diese erhielt bei drei Enthaltungen den Zuspruch der Gemeindevertretung. Es laufen auch bereits Gespräche mit einem Investor, der sich für das Areal interessiert.

Resolution gescheitert

Bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme wurde der Bauleitplanung zum Solarpark Oppenrod zugestimmt: Hier musste nach Forderung von Hessen Mobil der Geltungsbereich um einen halben Meter verkleinert werden, da sich das Planungsgebiet etwas zu nah an der Autobahn befand. Der Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss für den Solarpark Alten-Buseck Nord erhielt zudem bei einer Gegenstimme (FW) eine breite Zustimmung aus der Versammlung.

Denkbar knapp war die Abstimmung über die Resolution zur bedenklichen Finanzierungssituation bei den Kindertagesstätten: Die SPD-Fraktion hatte die Resolution als Antrag eingebracht, erhielt letztlich jedoch keine Mehrheit: 14 Gemeindevertreter sprachen sich für die Resolution aus, 15 dagegen. In der Resolution sollte die Landesregierung aufgefordert werden, die Mitfinanzierung der jährlichen Betriebskosten von Kindertagesstätten zu verbessern. Zudem sollte die Bundesregierung aufgefordert werden, dass die Finanzmittel, die der Bund für die Kindertagesstätten bereitstellt, mit einer Förderung aus der Hessenkasse kombinierbar sind.

Flußgassensanierung erst 2020?

Weiterhin wurden Neufassungen der Busecker Stellplatzsatzung und der Werbeanlagengestaltungssatzung aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Dirk Haas berichtete vom Stand der Projekte, die derzeit in der Gemeinde laufen: Die Baugebiete "Hainerde 2" in Großen-Buseck und "Rahberg 2" in Oppenrod befinden sich ebenso wie das Areal des alten Tennisplatzes in Alten-Buseck nun im Planungsverfahren. Über das Baugebiet Mühlrain in Trohe laufen Gespräche mit der Stadt Gießen.

In der Wiesenstraße in Großen-Buseck schreitet die Straßensanierung voran. Auch die Flußgasse/Troher Straße und die Schulstraße befinden sich gerade in Vorbereitung. Ob die Sanierung hier noch in diesem Jahr starten kann, ist noch unklar. Aus dem "Stadtumbau Hessen" berichtete Haas zudem, dass für den Anger 10 ein neuer Architekt gefunden wurde. Zuvor war es zu Problemen mit dem zuständigen Architekten gekommen, sodass hier eine Neubesetzung notwendig wurde. Am 15. Mai wird zudem eine Info-Veranstaltung für den Bauernhofkindergarten in Großen-Buseck stattfinden. Im Spätsommer soll ein entsprechendes Gebäude eingerichtet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare