Wie geht es weiter mit dem Freibad?

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Buseck (pm). Ruhig geworden ist es momentan um die Initiative "ProFreibad", die das Busecker Bad reaktiveren möchte. Das liegt daran, dass jetzt viel hinter den Kulissen geschieht, heißt es in einer Pressemitteilung von Susanne Richter und Ernst Walter Weißenborn. Es wurden vom Gemeindevorstand um Bürgermeister Dirk Haas nähere Planungen beauftragt. Hier seien die Ergebnisse abzuwarten, die dann öffentlich von den Gremien der Kommune diskutiert werden. "ProFreibad" hofft natürlich, dass das noch in diesem Jahr geschieht.

Die Initiative hat vor den Sommerferien mit Vertretern der Busecker SPD und CDU gesprochen. Damals wurde von der CDU Lucas Schmitz als stellvertretender CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender und Moritz Mattern sowie der SPD-Fraktionsvorsitzende Willy Jost begrüßt. Da die Einladung damals zu kurzfristig von der Seite der Initiative kam, wurden die Parteien jetzt noch einmal darum gebeten, mit ihr zu reden. Diesmal saßen gleich zwei Vertreter der Freien Wähler mit am Tisch, Renate Münch als Gemeindevorstandsmitglied und der FW-Gemeindevertreter André Blaufelder. Für die Grünen war Luise Böttcher gekommen. Erneut durfte "ProFreibad" von der SPD Willy Jost begrüßen, aber auch Großen-Busecks Ortsvorsteher Erich Hof.

Die Reaktivierung des Freibades werde in allen Fraktionen, besonders von SPD und Grünen, wohlwollend gesehen. Die Vertreter der Freien Wähler machten deutlich, dass das Gesamtkonzept Wieseckinsel, indem die Freibadsanierung enthalten ist, aber auch im Kostenrahmen realisiert werden müsse. Jost sagte, dass die Hälfte von rund vier Millionen Euro Gesamtkosten vom Land zugeschossen werden, allerdings allein eine Freibadsanierung nicht bezuschusst würde.

Hallenbadverein wartet

Klar wurde, dass es weiterhin Diskussionen gibt, ob die Kommune überhaupt so viel Geld in die Hand nehmen sollte. "Diesmal waren leider CDU-Vertreter nicht gekommen", schreiben die "ProFreibad"-Vertreter, die mit allen Fraktionen engen Kontakt pflegen wollen. Die Busecker Initiative will dabei auch auf die Expertise des CDU-Fraktionsvorsitzenden Frank Müller zurückgreifen, der Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt ist und bereits den Hallenbadverein mit aus der Taufe hob.

Die "ProFreibad"-Vertreter machten deutlich, dass von ihrer Seite kein überdimensioniertes Freibad gewünscht werde, sondern die Bestandserneuerung in Form eines Freizeitbades im Vordergrund der Bemühungen stehen müsse.

Die Vertreter der Freien Wähler erklärten, dass es unterschiedliche Ansichten in der Fraktion gebe. Ähnlich sieht es auch bei der CDU aus. SPD und Grüne stehen hinter dem Projekt, auch vor dem Hintergrund, dass das Land die Freibadsanierung im Förderkonzept laut Willy Jost ausdrücklich akzeptiert habe.

Der Vorsitzende des Hallenbadvereins, Wolfgang Dörr, erklärte, dass er auf den Betreibervertrag der Gemeinde warte und im Oktober während der Mitgliederversammlung des Hallenbadvereins bereits eine Richtungsabstimmung anstrebe.

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