Gedenken an Busecker Widerständler

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Buseck (pm). Der SPD-Ortsverein Buseck erinnert in einer Pressemitteilung zum jährlichen Gedenktag "20. Juli" daran, dass der Hauptwiderstand gegen die verheerende Nazi-Diktatur von 1933 bis 1945 in Deutschland nicht nur von den Attentätern um Stauffenberg, als vielmehr von Teilen der Bevölkerung geleistet wurde. "Auch in der Gemeinde Buseck gab es Widerständler."

So habe das damalig rote Trohe eifrig gegen die Nazis agiert. "Ludwig Schwalb wurde zwangsweise zu einer Wehrmachts-Strafeinheit eingezogen und wurde dort hinterrücks erschossen", schreibt die SPD. Ihm wurde letztes Jahr zum Gedenken vom Verein Anger 10 ein Stolperstein gesetzt. "Unvergessen ist auch die drakonische Durchsuchungsaktion der Nazis Ende März 1933 im damaligen roten Trohe."

In Alten-Buseck waren besonders die dortigen Sozialdemokraten und Kommunisten als Nazigegner bekannt. Theodor Schmidt wollte beim Einmarsch der Amerikaner die weiße Fahne hissen, um Blutvergießen zu vermeiden. Er wurde mit Erschießen bedroht und starb vor Aufregung. Ihm wurde im letzten Jahr zum Gedenken auch ein Stolperstein gesetzt. Auch in Großen-Buseck, Beuern und Oppenrod sind Widerstandshandlungen gegen die Nazis bekannt. Etliche Widerständler waren zeitweise im Konzentrationslager Osthofen inhaftiert.

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