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Barbara Nölle (l.) ist seit wenigen Tagen im Ruhestand, Petra Goldack übernimmt die Leitung der Familienbildungsstätte.

Führungswechsel bei der FBS

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Zum 1. Mai ist Barbara Nölle in den Ruhestand gegangen. Die letzten fünf Jahre hat sie die Katholische Familienbildungsstätte (FBS) in Großen-Buseck geleitet, zuvor war sie dort drei Jahre als pädagogische Mitarbeiterin tätig. Ihre Nachfolge hat Petra Goldack kommissarisch angetreten.

Goldack ist im Haus keine Unbekannte. Seit 2010 hat sie die unterschiedlichsten pädagogischen Aufgaben innerhalb der FBS und auch schon temporär Leitungsaufgaben wahrgenommen. Insofern kommt auf sie kein pures »Neuland« zu. Goldack hat Politik, Soziologie und Psychologie studiert und verfügt über eine Zusatzausbildung in Gemeinwesen.

Viele Jahre hat sie als Stadtteilmanagerin in der Gießener Nordstadt gewirkt. Der 59-Jährigen, die in Lich wohnt, wurde insbesondere die Organisation (Betreuung, Vermittlung, Qualifizierung) des Projektes »Kindertagespflege« übertragen. 2002 hatte der Landkreis Gießen eines seiner drei Kindertagespflegebüros der FBS in Großen-Buseck angegliedert.

Neuland indes für alle bedeutete der Umgang mit der Pandemie. Konnten überhaupt noch Kurse stattfinden? »Ja, einige wenige Online-Kurse«, sagt Nölle. »Aber die wurden sehr gut angenommen. Die Leute waren froh, dass es überhaupt noch ein Angebot gab.«

Es handelt sich um Kurse im Gesundheitsbereich wie Bewegung und Entspannung. »Also etwas, das gerade in dieser schwierigen Zeit dringend gebraucht wird«, sagt Goldack. Mit den nicht so online-affinen langjährigen Teilnehmern habe man telefonisch Kontakt gehalten. Den Ausfall der Gebühren hat das Bistum Mainz kompensiert.

Die Familienbildungsstätte wurde am 1. Oktober 1966 als Mütter- und Elternschule gegründet. Das konfessionsübergreifende Konzept und die stetige Anpassung der Kursinhalte an den »Zahn der Zeit« trug zu dem Erfolg der Einrichtung bei. Goldack möchte künftig verstärkt auf Kurse im Bereich Klima, Umwelt- und Naturschutz setzen. Sie hofft darauf, dass es im Herbst wieder Präsenzangebote geben kann. Viele Kursleiter stehen parat, nur einige wenige haben sich ausgeklinkt.

»Ich wünsche mir, dass uns die Dozenten und Teilnehmer über diese schwierige Phase hinweg treu bleiben«, sagt Goldack. FOTO: SIW

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