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Ein starkes Symbol: Die Weitergabe des Friedenslichtes in die Laterne auf dem Kirchhof durch den Mollner Otto Bachmayr (r.) an Bürgermeister Dirk Haas. FOTO: SIW

Andacht

Friedenslicht aus Bethlehem erreicht Buseck

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Zum zehnten Mal hat eine Delegation aus der Partnergemeinde Molln (Oberösterreich) das Friedenslicht aus Bethlehem nach Buseck-Oppenrod gebracht.

"Frieden ist eine verletzliche Pflanze, das erleben wir tagtäglich in unserem privaten Umfeld und beim Blick in die Welt," sagte Pfarrerin Anne Schneider anlässlich der Andacht zur Ankunft des Friedenslichtes. Zum zehnten Mal hatte eine Delegation aus der Partnergemeinde Molln (Oberösterreich), allen voran Otto Bachmayr, das Friedenslicht aus Bethlehem nach Oppenrod gebracht.

Kinder tragen Kerze durch Kirche

Gemeinsam mit Mia und Mia, zwei Achtjährige gleichen Namens, hatte er die Kerze in der von ihm vor einigen Jahren gestifteten fest installierten Laterne auf dem Kirchhof angezündet. Danach trugen die beiden Mädchen das Friedenslicht durch die abgedunkelte und voll besetzte Kirche zum Altar. Von hier aus kann es von interessierten Menschen weitergetragen werden. Bereichert wurde die Andacht mit stimmungsvollen Darbietungen des Männerchors der "Sängerlust". Deren Chorleiter Matthias Schulze erfreute zudem mit zwei solistischen Gesangseinlagen und an der Orgel.

Möglich dank Partnerschaftsverein

"Wenn wir von Friedensbemühungen sprechen, geht es zumeist um Geschehnisse an einem der vielen Brennpunkte auf unserer Erde. Es geht um Waffen, Armeen, Milizen oder Terrorgruppen. Es geht um die zahllosen Kinder, Frauen und Männer, die ihr Leben lassen müssen oder auf der Flucht versuchen, ihr Leben zu retten," sagte Bürgermeister Dirk Haas und merkte weiter an: "Auch diesen Menschen mit ihren schweren Schicksalen gedenken wir heute. In diesen Tagen drehen sich jedoch ihre und meine Gedanken auch um den ›kleinen Frieden‹ hier bei uns."

Ortsvorsteherin Renate Renger berichtete, dass ihr im September 2009 die Frage gestellt wurde, wie eine Übergabe des Friedenslichtes von Läufern aus Molln ermöglicht werden könnte.

Da es keinen Lauftreff bei den hiesigen Sportfreunden gab, wurde der Partnerschaftsverein mit der Organisation betraut. Der holte sich die evangelische Kirchengemeinde und den Gesangverein für die Ausrichtung einer würdigen Ankunftsfeier mit ins Boot. Zum kleinen Jubiläum gab es nun eine Änderung im Ablauf. Bereits am Mittag traf man sich bei Kuchen und Waffeln im Gemeindesaal. Anstatt nach der Andacht ins Bürgerhaus zu gehen, wurden Fackeln verteilt und eine größere Gruppe begab sich auf die Wanderung zur Waldweihnacht im Lohwald.

Fast 10 000 Euro Spenden

Das Friedenslicht unterscheide sich nicht wirklich vom Licht anderer Kerzen, habe aber Großes bewirkt, erklärte Dr. Angela Stender, die Vorsitzende des Kirchenvorstands. Bleibt es bei der bisherigen Spendenbereitschaft, werde die 10 000-Euro-Marke nun überschritten. Die Einnahmen der diesjährigen Aktion (Motto: "Mut zum Frieden") sind für das Suchthilfeprojekt des Diakonischen Werks und die Voraushelfer bestimmt. Christoph Hucke und Torsten Hansmann stellten ihre Arbeit vor.

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