In Buseck haben bereits einige Sternsinger die prachtvollen Gewänder angezogen. FOTO: SIW
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In Buseck haben bereits einige Sternsinger die prachtvollen Gewänder angezogen. FOTO: SIW

Den Frieden Christi bringen

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Buseck/Laubach/Grünberg(tb/dun/siw). "Frieden! - Im Libanon und weltweit" - so lautet das Motto der Sternsingeraktion 2020. Allenthalben machen sich Kinder auf den Weg, bringen den Segen von Haus zu Haus. Schreiben mit gesegneter Kreide "C-M-B+20" an die Türen. Die drei Lettern stehen für "Christus mansionem benedicat" - lateinisch für "Christus segne dieses Haus". In der katholischen Pfarrgruppe Laubach-Grünberg sowie in der katholischen Pfarrei Sankt Marien Großen-Buseck machten sich gestern erstmals Jungen und Mädchen mit ihren Betreuern auf den Weg.

In Grünberg freute sich Gemeindereferentin Tanja Mohr über knapp 30 Kinder, die nach der Segnung im Aussendungsgottesdienst durch die Stadt zogen. Bevor sie den Frieden Christi zu den Menschen trugen und für notleidende Kinder vor allem im Libanon sammelten, übten alle gemeinsam das Lied der Sternsinger ein. Gleiches geschah auch in Laubach.

In den katholischen Kirchen Laubach, Weickartshain, Grünberg und Merlau hatten Listen ausgelegen. Darin trug sich ein, wer den Besuch der Sternsinger wünschte. Ihren Abschluss findet die Aktion in Grünberg am Sonntag, 5. Januar, 11 Uhr. Infos auch unter www.sanktelisabeth-laubach.de.

In der katholischen Kirche Großen-Buseck fanden sich gestern 18 Kinder ein. Mehr als erwartet, und so musste Koordinatorin Gertrud Borgmann noch Anette, die Ehefrau von Diakon Montermann, als Begleiterin herbeitelefonieren. Insgesamt bringen derzeit über 100 Jungen und Mädchen als Sternsinger in den 13 der Pfarrei Großen-Buseck angeschlossenen Dörfern den Segen in die Häuser. Viele sind zum wiederholten Male dabei .

Warum tun sie das? "Wegen der armen Kinder", antwortete ein Siebenjähriger. Und räumt ein, dass die Süßigkeiten auch eine Rolle spielten. "Beim ersten Mal bin ich nur mitgegangen, weil es meine Mutter so wollte. Danach weil es mir Spaß macht", sagt Nico. Nun zum sechsten Mal dabei, begleitet der 14-Jährige eine Gruppe. Am Vortag wurde eine syrische Familie besucht. Da gab es Kekse und Hackfleischkuchen. "Der war so köstlich, dass die Kinder fragten, ob sie da morgen noch einmal hingehen können", erzählte Borgmann. Dies berichtete sie auch der Syrerin, die sie schon aus dem Deutschkurs kannte. Spontan erklärte diese sich bereit, am Freitag für alle Kinder Hackfleischkuchen zu backen.

Wer sich bis Sonntag, 12. Januar, als Segensbringer, Begleiter, Fahrer oder Koch engagieren möchte, kann sich unter Tel. 0 152-21 65 65 37 (Borgmann) oder per E-Mail diakonmontermann@web.de melden. Auch Besuchswünsche werden dort angenommen.

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