Freibadplanung: Zahlen erst im nächsten Jahr

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Buseck(jwr). Wie geht es weiter mit dem Großen-Busecker Freibad? Im Sommer hatte die Gemeindevertretung einstimmig den Auftrag erteilt, in die Planung für eine Reaktivierung des 2012 wegen baulicher Mängel stillgelegten Bads einzusteigen. Im Zuge der Neugestaltung der Wieseckinsel hofft man in Buseck auf Fördermittel in beträchtlichem Umfang - auch für das Freibad. Auch davon wird die Reaktivierung letzendlich abhängen.

Planungsbüros ermitteln zurzeit, in welchem Zustand sich die Infrastruktur dort befindet und bei welchen Gewerken was zu tun sein wird. Bis konkrete Ergebnisse vorliegen, wird es aber noch etwas länger dauern als angedacht: Wie Michael Thelen (Bauamt Buseck) in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) am Donnerstag mitteilte, haben unter anderem die Bodenuntersuchungen mehr Zeit als geplant in Anspruch genommen. Noch sei zum Beispiel fraglich, ob der einst verbaute Beton nach dem Abtragen wiederverwendet werden könne. Nun sei mit allen Planern abgesprochen, dass die ermittelten Kosten in der ersten Sitzungsrunde im kommenden Jahr vorgelegt werden sollen. In diesem Jahr werde dies wohl nicht mehr möglich sein.

Ökopunkte-Konto zurzeit leer

Anders als gewohnt, wurden in der HFA-Sitzung in der Brandsburg weder Anträge gestellt noch Beschlüsse gefasst. Der Termin stand ganz im Zeichen des Haushalts, den Bürgermeister Dirk Haas (SPD) kürzlich ins Parlament eingebracht hatte. Nun hatten die Fraktionen Gelegenheit, Fragen zu einzelnen Posten zu stellen und sich ein klareres Bild von dem 285-seitigen Zahlenwerk zu verschaffen, bevor es in der nächsten Sitzungsrunde beraten wird. Davon machte vor allem Katharina Habenicht (Grüne) regen Gebrauch. Auf Nachfrage äußerte sich der Bürgermeister im HFA auch zur Busecker Ökopunkte-Bilanz. Ökopunkte können Kommunen für naturnahe Flächen gutgeschrieben werden, sie können die Punkte auch im Zuge von Renaturierungen erwerben. Andererseits müssen Kommunen etwa bei Versiegelung den Flächenverbrauch ausgleichen - durch Ausweisung von Ausgleichsflächen oder den Zukauf von Punkten.

Laut Haas ist das Busecker Ökopunkte-Konto derzeit "leer". Unter anderem wegen der Erweiterung des Gewerbegebiets Flößerweg müsse man nun neue Punkte erwerben. Zuletzt sei der Kurs dieser quasi virtuellen Ökowährung enorm gestiegen. In etlichen Kommunen wurde in der Vergangenheit der geforderte Ausgleich für Baumaßnahmen nicht geschaffen, dies trifft offenbar auch auf Buseck zu. Nun, so Haas, strebe man eine Vereinbarung mit der Landschaftspflegevereinigung Gießen an, um die Defizite aufzuarbeiten.

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