Freibad kostet pro Bürger 12,66 Euro

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Buseck (pm). Busecks Bürgermeister Dirk Haas bekam dieser Tage überraschend Besuch von vier jungen Damen. Aaliyah Martin, Paula Wagner, Lea Baumann und Lia Plomitzer hakten nach, wie es in Sachen Freibad-Reaktivierung ausschaut, teilte nun "ProFreibad" mit. Dabei handelt es sich um eine Initiative von Busecker Bürgern um Ernst Weißenborn, die sich zusammengeschlossen haben, um die Reaktivierung voranzutreiben.

Das Schülerinnen-Quartett war bereits 2013 bei Amtsvorgänger Erhard Reinl vorstellig geworden, um das ein Jahr zuvor geschlossene Freibad zu retten. Damals waren die jungen Damen gerade einmal zwischen sieben und zehn Jahre alt.

Erfreut stellte das Quartett fest, dass die Gemeinde Buseck einen Fördertopf des Landes anzapfen und so eine Million Euro Zuschüsse erhalten könnte. 800 000 Euro müsste Buseck zusteuern.

"Für jeden wahlberechtigten Busecker über 18 Jahre wären das einmalig 77,66 Euro an Investitionskosten", errechnete ProFreibad anhand vorliegender öffentlicher Planzahlen. An Unterhaltung kämen auf jeden Busecker danach jährlich 12,66 Euro zu. "Es stellt sich für uns selbst als überschaubare Belastung dar", sagt Weißenborn. Als Betreiber des Freibades würde der Hallenbadverein Busecker Tal gerne zur Verfügung stehen, aber bis dahin sei es noch ein steiniger Weg, sagte der ProFreibad-Sprecher.

Haas machte im Gespräch mit den Schülerinnen deutlich, dass die Mehrheit im Gemeindeparlament für die Reaktivierung wankt. Nach der Schließung 2012 und dem damaligen Engagement vieler Busecker für das Freibad war die Mehrheit zunächst für die Reaktivierung, doch die Landrätin stoppte sie letztlich, weil Buseck wie andere Kommunen kurzzeitig Liquiditätsprobleme hatte. Das sehe jetzt anders aus, betonte Haas. Dennoch sind die Kommunalpolitiker heute nicht mehr einer Meinung.

Die Aktiven der Initiative für das Freibad weisen darauf hin, dass am Montag, 17. Juni, ab 18.30 Uhr im Kulturzentrum die Planungen zur Wieseckinsel samt Freibad von der Gemeinde vorgestellt werden. Eine Woche später am Donnerstag, 27. Juni, fällt im Parlament die Entscheidung, ob das Freibad in der Gemeinde noch eine Zukunft hat. ProFreibad ruft dazu auf, beide Versammlungen zu besuchen und so ein Zeichen für die Wiederbelebung des Bades zu setzen.

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