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Für das Großen-Busecker Freibad herrscht seit vielen Jahren kein Badewetter. Über die Reaktivierung soll nun im Juni entschieden werden.

Freibad bleibt Dauerbrenner

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Buseck (con). Was passiert im Rahmen des Förderprogramms "Stadtumbau Hessen" in Großen-Buseck? Das war die Frage bei der Ortsbegehung im Rahmen des Tags der Städebauförderung. Trotz anhaltenden Regens war das Interesse der Busecker groß - deutlich höher als bei anderen Ortsbegehungen. Dies macht deutlich: Die Busecker interessieren sich dafür, was hier passiert. Schlosspark, Anger, Goetheschule und Wieseckinsel standen als Anlaufstationen auf dem Programm.

Am Anger sollen die Parkplätze neu gestaltet werden - dieses Thema steht schon seit einigen Jahren zur Diskussion. Im Rahmen des Stadtumbaus könnte man das jetzt angehen. In der ehemaligen Synagoge Anger 10 werden die Sanierungsarbeiten nach dem Architektenwechsel jetzt weitergehen. An der Goetheschule angelangt, nutzte die neue Schulleiterin Julia Schäfer ihre Chance und berichtete von den Zuständen vor Ort: Hier verläuft die Wilhelmstraße unmittelbar über den Schulhof, was trotz Schranke immer wieder zu gefährlichen Szenen geführt hat. Mittlerweile gibt es teils Schäden auf dem Asphalt. Eine teilweise Begrünung der Hoffläche wäre aus Sicht der Schulleiterin wünschenswert. Ob sich jedoch an der Situation mit dem Straßenverlauf kurzfristig etwas ändern lässt, ist fraglich.

Eine Station stieß auf besonders großes Interesse: Der Besuch auf der Wieseckinsel inklusive dem dortigen Freibad. Die Wieseckinsel soll nach dem Gewinnerentwurf des Architektenwettbewerbs aus dem vergangenen Jahr hergerichtet werden - allerdings hat sich die Gemeine auch die Option offen gelassen, gute Ideen der anderen Wettbewerbsteilnehmer zu übernehmen. Deshalb sind vorerst sieben Änderungen vorgesehen.

Aussichtsplattform auf der Insel

Unter anderem soll im südlichen Bereich der Wieseckinsel eine Aussichtsplattform entstehen. Zudem ist eine kleine Sportanlage mit Laufbahn und Sprunggrube vorgesehen, sowie ein Wasserspielplatz am umgeleiteten Verlauf des Mühlgrabens. Allerdings sind alle Pläne noch vorläufig: Die genaue Gestaltung des Freibads und der umliegenden Wieseckinsel wird ab der kommenden Sitzungsrunde der Gemeindevertretung besprochen - dazu gehört auch die Frage, ob das Freibad überhaupt saniert wird oder nicht.

Die Gelegenheit nutzte Norbert Weigelt, Vorsitzender der Busecker Gemeindevertretung, für ein Appell an seine Mitparlamentarier: "Wir Parlamentarier entscheiden über das Freibad - aber schauen sie sich doch mal unseren Altersdurchschnitt im Parlament an! Es geht hier doch vor allem um die Jugend unserer Gemeinde und wir sollten uns anhören, was sie wollen."

Mit der Neugestaltung der Wieseckinsel verbunden ist die Sanierung des Wieseckdamms: Dieser wird derzeit in einen begehbaren Zustand gebracht und verkürzt so den Fußweg vom Anger oder der Goetheschule zum Freibadbereich. Mit dem Erwerb der Kleinmühle durch die Gemeinde könnte der Fußweg sogar noch bis zur Wieseckinsel erweitert werden. Auch das nahe Brückelchen zum Wieseckdamm - eines der ältesten Bauwerke der Gemeinde - ist in die Jahre gekommen. Hier steht in Kürze eine Sanierung der Oberfläche an. Dabei wird besonderer Wert auf den historischen Charakter des Bauwerks gelegt. (Foto: con)

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