Feuerwehrleute entwickeln App

Bei den Busecker Feuerwehren und in der Gemeindeverwaltung stehen die Weichen derzeit voll auf Digitalisierung: Im Fachbereich Bauen und der Arbeit der Feuerwehr setzt man auf die in Fernwald entwickelte App IKAT. Am Mittwoch stellten Bürgermeister Dirk Haas, Mark Reitmeier (Prokurist IKAT), Gemeindebrandinspektor Thorsten Hansmann sowie Eckhard Körber und Sven Walter von der Gemeindeverwaltung die App vor.

Bei den Busecker Feuerwehren und in der Gemeindeverwaltung stehen die Weichen derzeit voll auf Digitalisierung: Im Fachbereich Bauen und der Arbeit der Feuerwehr setzt man auf die in Fernwald entwickelte App IKAT. Am Mittwoch stellten Bürgermeister Dirk Haas, Mark Reitmeier (Prokurist IKAT), Gemeindebrandinspektor Thorsten Hansmann sowie Eckhard Körber und Sven Walter von der Gemeindeverwaltung die App vor.

Erdacht ist das Programm eigentlich für die Arbeit der Feuerwehr, wie Mark Reitmeier erklärt: »Einige Feuerwehrleute aus Fernwald äußerten den Wunsch nach einer solchen App, mit der man sich schon auf dem Weg zur Einsatzstelle eine Übersicht über die örtlichen Begebenheiten verschaffen kann«. Danach habe man sich zusammengesetzt und alles weitere ausgearbeitet. »Es ist eine App von Feuerwehrleuten für Feuerwehrleute«, sagt Reitmeier.

Aber die Vorteile der App können auch in anderen Bereichen genutzt werden: »Wir haben festgestellt: Was für die Feuerwehr gut ist, ist auch für Bauer und Planer sehr interessant und nützlich«, erklärt Reitmeier. Das fand auch in der Gemeindeverwaltung Buseck Zuspruch, etwa bei der Arbeit des Wassermeisters: »Bislang musste der Wassermeister immer mit riesigen Bauplänen herumlaufen, die aufgrund der Arbeit auf Baustellen auch oft ausgewechselt werden mussten«, sagt Sven Walter von der Gemeindeverwaltung. Das gehört Dank IKAT der Vergangenheit an. Auch für den Fachbereich Bauen und den Bürgermeister wurden Tablets angeschafft und mit der App versehen.

»Alle Daten, die für uns wichtig sind, können über das Programm aufgerufen werden – aber wir können auch immer neue Daten einpflegen«, erklärt Bürgermeister Haas. In der App sind Katasterdaten angelegt. So können jederzeit die Bebauungspläne und Grundstücksgrößen angezeigt werden, in der Variante für den Bürgermeister auch die Eigentümer – letztere Daten stehen aber beispielsweise der Feuerwehr nicht zur Verfügung.

Daneben können auch der Verlauf von Wasserleitungen und Hydranten sowie Feuerwehrpläne oder Naturschutzgebiete eingeblendet werden. Auch verschiedene Messfunktionen für Distanzen oder Flächen stehen zur Verfügung. Bei Industrie oder Gewerbegrundstücken sind, so vorhanden, auch bereits Gebäudepläne in die App eingepflegt. So kann die Arbeit der Feuerwehr sehr erleichtert werden. So wird etwa die Erkundung bei Bränden deutlich beschleunigt – eventuelle Zugänge zu Grundstücken und nahe gelegene Hydranten können schneller gefunden werden. Auch eine zuerst nicht einsehbare Bebauung – zum Beispiel eine hinter dem Haus befindliche Scheune – kann auf den Satellitenbildern gesehen werden.

Aber auch bei anstehenden Bauarbeiten oder der Erschließung von Baugebieten kann so genauer und schneller auf die örtlichen Begebenheiten eingegangen werden. Wichtig ist zudem, dass die App sehr intuitiv und eingänglich ist, sowie offline funktioniert. »Man muss sie eben auch nachts um vier und als nicht technik-affiner Mensch schnell bedienen können«, erklärt Gemeindebrandinspektor Thorsten Hansmann.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist, für einen Rettungshubschrauber eine geeignete Landestelle schnell und sicher zu finden. Das wäre beispielsweise bei dem Bahnunfall in der Edekastraße am Dienstagmorgen sehr sinnvoll und zeitsparend gewesen. »Wir sehen hier alle unsere Anforderungen im Optimum umgesetzt«, sagt Fachbereichsleiter Bauen Eckhard Körber über die App. »Das ist eine Herangehensweise, die beispielhaft ist«.

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