Fahrradfreundliches Buseck

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Buseck/Linde/Pohlheim (pm). Am Dienstag ist der ADFC-Fahrradklimatest 2020 vorgestellt worden. Das Ergebnis: Die Gemeinde Buseck landet mit einer Schulnote von 3,17 bundesweit auf dem 26. Platz von 418 Kommunen. Pohlheim erreicht mit einer Note von 3,45 Platz 70, die Stadt Linden belegt in Sachen Fahrradfreundlichkeit Rang 297 mit einer Note von 4,07.

Besonders positiv wurden in Buseck vor allem die Erreichbarkeit des Gemeindezentrums (Note 1,8) und die Möglichkeit zum zügigen Radfahren (Note 2,0) bewertet, erklärte der ADFC Gießen in einer Pressemitteilung. Man freue sich über den guten Platz der Gemeinde, die in ihrer Größenklasse (Orte bis 20 000 Einwohner) hessenweit Platz 2 erreicht habe, heißt es zudem darin. Das gute Ergebnis, sagt Vorstandsmitglied Jutta Oerter, sei vor allem auf die Arbeit der Busecker Verkehrswendeinitiative zurückzuführen. Auch in Buseck, so Oerter weiter, sei allerdings noch viel Luft nach oben.

Lob für geöffnete Einbahnstraßen

In Pohlheim loben die Radfahrer vor allem die geöffneten Einbahnstraßen (Note 1,9) und die neuen Radwegweiser (Note 2,3), die die Gemeinde 2020 installiert hat. Neben fehlenden Leihfahrrädern wird bemängelt, dass die Stadt kaum Werbung für das Radfahren macht, die Fahrrad- abstellanlagen oft ungeeignet sind und die Führung an Baustellen verbesserungswürdig ist (jeweils Note 4,2).

Linden - mit Platz 297 im hinteren Mittelfeld - schneidet ebenfalls bei Leihfahrrädern (Note 5,1) und bei der Werbung für das Radfahren (Note 5,0) schlecht ab. Eine Note von 4,7 bekommt Linden für Falschparkerkontrollen, Ampelschaltungen und Winterdienst. Positiv wird wie in Pohlheim beurteilt, dass viele Einbahnstraßen geöffnet sind (Note 2,9).

Der ADFC-Fahrradklimatest ist die größte Befragung zur Zufriedenheit von Radfahrern. Er wird alle zwei Jahre vom Fahrradclub mit Unterstützung des Bundesverkehrs- ministeriums durchgeführt. Rund 230 000 Radfahrer haben bei diesem Durchgang abgestimmt, davon nur 15 Prozent ADFC-Mitglieder. 1 024 Städte kamen in die Wertung, mehr als jemals zuvor. Bei den 27 Fragen ging es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden, müssen pro Stadt mindestens 50, bei größeren Städten mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse vorliegen.

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