Erstmals Rentner im Freiwilligendienst

  • VonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Mit Wolfgang Wallraf absolviert ein Senior den Bundesfreiwilligendienst in der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Marien. Er kommt am 1. Oktober und ist dann Nachfolger von David Hermann, dem ersten Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) der Kirchengemeinde, dessen Dienstzeit Ende September abläuft.

Eineinhalb Jahre für die Gemeinde

»Ich fange dort nicht als Fremder an«, sagt Wallraf. In der Pfarrgemeinde ist er bestens als »Joschi« bekannt, sein Spitzname aus Kindheitstagen. Schon zwölf Jahre engagiert er sich bei den Pfadfindern, sorgt dafür, dass das Spanferkel bei den alljährlichen Stammestreffen rundum knusprig wird, begleitet und bekocht die »Wölflinge« bei ihren Mehrtagesfahrten.

Dem gelernten Metzger fällt das nicht schwer. Viele Jahre hat er in seinem Ausbildungsberuf gearbeitet, bis er 1999 eine Herzmuskelentzündung erlitt. Diese blieb nicht ohne Folgen, eine Umschulung zu einer körperlich nicht so anstrengenden Tätigkeit wurde nötig. Der jetzt 62-Jährige absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann. Bevor Wallraf am 1. Juli in Ruhestand ging, war er 18 Jahre als Bestandsbetreuer beim Wohnbau-Mieterservice beschäftigt.

Bis März 2023 soll sein Bundesfreiwilligendienst dauern. Helfende Hände werden überall gebraucht, ob bei den Pfadfindern, in der Bücherei und im Pfarrbüro, in der Kita »Sankt Elisabeth« oder in der Kleiderkammer. Außerdem kann der verheiratete Familienvater Fahrdienste übernehmen. »Ich werde mit offenen Augen herumlaufen und schauen, was anliegt,« sagt er.

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