Im ersten Sanierungsschritt ist an der Brandsburg das Scheunendach erneuert worden. Der Förderverein Alten-Buseck hatte zu einer Dankveranstaltung eingeladen. FOTO: VH
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Im ersten Sanierungsschritt ist an der Brandsburg das Scheunendach erneuert worden. Der Förderverein Alten-Buseck hatte zu einer Dankveranstaltung eingeladen. FOTO: VH

Erster Schritt zur Erhaltung

  • vonVolker Heller
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Buseck(vh). Zimmerer- und Dachdeckermeister Martin Stein und seine Mitarbeiter haben 8160 rostbraune Biberschwanzziegel aus dem Naturmaterial Ton und 2600 Sicherungsstifte für ein neues Dach verbaut, dazu mit anderthalb Kubikmeter Holz den Dachstuhl der rund 280 Jahre alten Brandsburgscheune stabilisiert.

Damit ist der erste Schritt zur Erhaltung des Gebäudes getan. Das Busecker Parlament hatte Anfang dieses Jahres die Dachsanierung beschlossen.

Gute Substanz bescheinigt

Nachdem der Tag des offenen Denkmals vor kurzem nicht hatte stattfinden können, hatte der Förderverein Brandsburgscheune Alten-Buseck jetzt ersatzweise zu einer Dankveranstaltung Gäste eingeladen. Landrätin Anita Schneider etwa brachte eine zwölf mal zwölf Zentimeter große Plakette mit, die vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege für Kulturdenkmale verliehen wird. Schneider informierte, die ursprünglich an der Scheune befindliche Plakette habe vielleicht ein Sammler mitgenommen, jedenfalls sei sie verschollen.

Als Fördervereins-Vorsitzender begrüßte Jürgen Herfurth die Gäste, meist Vereinsvertreter und den Vorsitzenden des Gemeindeparlaments, Norbert Weigelt. Den Denkmalstag habe man leider nur digital begangen. Es sei aber ein Video entstanden ( www.tinyurl.com/brandsburgscheune). Herfurt bezeichnete den ersten Bauabschnitt als "guten Start". Er dankte der ausführenden Firma Stein.

Bürgermeister Dirk Haas schloss nahtlos an. Die Sanierung des undichten Daches sei der Anfang. Im nächsten Schritt werde die Fassade erneuert (West- und Südseite der Scheune sind verschiefert).

Haas stellte fest, die Zahl der Befürworter des Scheunenprojekts, ob aktive Mitstreiter oder gute Stimmungsmacher, nehme zu. Es gebe nur wenige Scheunen in Buseck, die innen vergleichsweise so solide gearbeitet seien wie die Brandsburgscheune.

Landrätin Schneider hatte eine ähnliche Botschaft. Der Dachsanierung folgten "viele kleine Schritte". Meister Martin Stein gab noch bekannt, das Dach habe bis 24 Zentimeter durchgehangen. Das Gebäude habe insgesamt eine gute Substanz. Ulrich Peter Nass sorgte mit seiner E-Gitarre sorgten für den musikalischen Rahmen.

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