Nasse Baustelle: Die Arbeiten am Ortsausgang von Beuern laufen auf Hochtouren. 	FOTO:TB
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Nasse Baustelle: Die Arbeiten am Ortsausgang von Beuern laufen auf Hochtouren. FOTO:TB

Entlastung für den Krebsbach

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Buseck (tb). Welche Folgen ein Zusammentreffen von Schneeschmelze und Starkregen haben kann, war Ende der Vorwoche auch an Wetter, Lahn und Horloff zu beobachten: überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller, Großeinsatz für Feuerwehr und THW. In Beuern, und dort insbesondere im Bereich Fünfhausen mit dem Krebsbach vor der Haustür, kennt man das. Diesmal aber blieben die Bewohner von solch gravierenden Schäden verschont.

Auf dass es so bleibt, investiert die öffentliche Hand in Hochwasserschutz und Renaturierung. Statt der ursprünglichen großen gelangt eine »abgespeckte« Variante zur Umsetzung (die GAZ berichtete). Wesentliche Unterscheidungsmerkmale: Statt einem 360 Meter langen und bis 2,65 Meter hohen Rückhaltebecken wird unterhalb der Landesstraße eine Flutmulde errichtet, die den Krebsbach entlasten soll. Ach ja, die neue Planung kommt gut eine Million Euro günstiger.

Von den Arbeiten am Ortsausgang Richtung Rabenau betroffen war zuletzt auch der Straßenverkehr, musste doch die L 3126 nach Geilshausen voll gesperrt werden, um einen Durchlass zu erneuern.

Nur ein Arbeitsschritt des Großprojektes, das bislang reibungslos vonstatten geht. »Wir bleiben auch im Kostenrahmen«, konnte auf Nachfrage Busecks Bauamtleiter Michael Thelen gestern vermelden. Inklusive Nebenkosten hat die Gemeinde 320 000 Euro dafür veranschlagt, rechnet freilich mit einem Landeszuschuss von 80 Prozent, entnommen dem hessischen Programm für Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz. Den Eigenanteil kann sich Buseck aber aufs Ökopunkte-Konto buchen lassen. Dass auch die Zeitplanung eingehalten werde, in den nächsten Wochen alles fertig werde, fügte Thelen noch an.

Ende November erst war der Startschuss für das Projekt gefallen. Lang ersehnt vor allem von den »Fünfhäusern«. Deren Problem: Bisher musste der an ihren Anwesen vorbeiführende, aus Allertshausen herunter kommende Krebsbach noch das Wasser des aus Geilshausen kommenden Erlenwiesenbachs aufnehmen, was im Extremfall zu vollen Kellern führte. Jetzt aber wird Letzterer in sein altes Bett zurück geleitet, an den Mönchwiesengraben angebunden, der von der Landstraße westwärts und im rückwärtigen Bereich von Fünfhausen verläuft. Die Maßnahmen zur Renaturierung des Grabens dienen ebenso dem Hochwasserschutz, verlangsamen sie doch den Abfluss. Vor allem sind hier die Anlage von Mäandern (Schleifen) und Verbauungen in Form von Wurzelstöcken oder Hölzern zu nennen.

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