_1KREISGIESSEN38-B_18191_4c
+
Die Gemeindevertreter haben am Donnerstagabend einen einstimmigen Beschluss zur Neugestaltung der Wieseckinsel in Großen-Buseck gefasst. Im Ältestenrat hatten sich die Fraktionen auf einen Vorschlag verständigt.

Einstimmig für die Wieseckinsel

  • vonConstantin Hoppe
    schließen

Buseck (con). Gemeinsam funktioniert vieles in aller Regel besser als gegeneinander - das zeigte sich auch in der Sitzung der Busecker Gemeindevertretung am Donnerstagabend. Denn trotz Wahlkampf verlief die Sitzung fast harmonisch und nur bei wenigen Gelegenheiten gerieten Gemeindevertreter mit unterschiedlichen Ansichten aneinander. Dafür wurden für viele der bisher strittigen Anträge und Vorlagen gemeinsame Lösungen gefunden.

Das gilt zum Beispiel für die Wieseckinsel. Wie wird sich dieser Bereich in Großen-Buseck mit Freibad und angrenzenden Flächen in Zukunft präsentieren? Nachdem es zuletzt im Bauausschuss noch eine hitzige Debatte um einen Antrag von Freien Wählern und CDU zur Neugestaltung gegeben hatte, wurden im Vorfeld der Gemeindevertretung in einer Sitzung des Ältestenrates Lösungen gefunden, die auch die zuvor geäußerte Kritik aus Reihen der SPD und der Grünen mitbedachte.

Diskussion über Kita-Gebühren

Statt die Wieseckinsel und die Fläche um die Kleinmühle gemeinsam zu beplanen und zu entwickeln, soll dies nun in zwei voneinander getrennten Teilstücken erfolgen, wie von der SPD empfohlen. Zudem sollen auf dem östlich an das Freibad angrenzenden Bereich Bäume und Sträucher angepflanzt sowie Freiflächen mit heimischen Gras- und Kräuterarten bepflanzt werden, um die Fläche ökologisch aufzuwerten, wie von den Grünen gewünscht. Mit diesen Änderungen stand einem einstimmigen Beschluss nichts mehr im Weg.

In einem weiteren Punkt ging es in der Sitzung um die Frage der Erstattung von Kitagebühren wegen des Lockdowns: Dazu gab es eine Vorlage des Gemeindevorstands, der eine Rückzahlung von Betreuungsgebühren vorsah, wenn Kinder über 14 Tage hinweg die Kita nicht besuchten. Der SPD ging diese Vorlage nicht weit genug. Ein Änderungsantrag sah eine rückwirkende Regelung und eine tagesgenaue Rückzahlung vor. »Wir sollten für jedes Kind, das aktuell die Kita nicht besucht, dankbar sein«, begründete Fraktionsvorsitzender Willy Jost.

Kritik kam von Seiten der Freien Wähler und der CDU. Folge man dem Antrag der Sozialdemokraten, würden die Eltern bestraft, die sich an die bisherigen Regeln gehalten haben. Ein Konsens wurde auf Vorschlag von Alexander Zippel (Fraktionsvorsitzender der FW) gefunden: »Wenn man den Antrag so formuliert, dass er erst ab März in Kraft tritt, sehen wir da keine Probleme«.

Die antragstellende Fraktion übernahm diesen Vorschlag nach kurzer Beratung, ein entsprechender Beschluss folgte. Damit gilt für Januar und Februar die Kostenerstattung auf der bisherigen 14-Tage-Basis, ab März wird die Erstattung der Kita-Gebühren dann tageweise berechnet.

Lösung für Kita-Neubau

Für den geplanten Kita-Neubau in Alten-Buseck wurde eine Lösung bei der Flächensuche gefunden: Bereits vor mehreren Jahren war eine Fläche am Mühlweg für den gewünschten Neubau im Gespräch, in der Nähe der Landesstraße 3128 zwischen Alten-Buseck und Großen-Buseck. Doch die Verhandlungen mit der Kirchengemeinde, der die Fläche gehört, verliefen ohne Ergebnis. Bei einem neuen Vorstoß konnte nun eine Grundlage für Verhandlungen gefunden werden: Für 35 Euro pro Quadratmeter würde die Kirche dem Verkauf zustimmen, unter der Bedingung, dass auch zwei weitere Bauplätze in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Die Erschließungskosten für diese Bauplätze trägt die Kirche. Die Abstimmung hierzu verlief letztlich einstimmig.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare