49 Einsätze

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Buseck(siw). Obwohl Wehrführer Sascha Mühlnikel mit 49 Einsätzen für die Freiwillige Feuerwehr Oppenrod ein Rekordhoch bilanziert hat, sprach er auf der Jahreshauptversammlung von einem ruhigen Einsatzjahr. Die Erklärung: Neben 13 Brand-, fünf Hilfeleistungen und zwei Brandsicherheitsdiensten wurden 28 Einsätze durch Brandmeldeanlagen verbucht.

Wie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Torsten Nicolai erläuterte, verzeichnet Buseck die höchste Anzahl an Brandmeldeanlagen im Landkreis. Weiterhin berichtete Nicolai über die im fünfjährigen Turnus durchgeführte technische Prüfung bei allen Ortsteilwehren. "Unterm Strich haben wir gut abgeschnitten. Aber nicht nur die Ausstattung, sondern auch die personelle Seite muss stimmen." Immer mehr Einsätze bei immer weniger Einsatzkräften, da seien Probleme absehbar. Die Einführung einer Pflichtfeuerwehr wäre dann die einzige, aber aus seiner Sicht nicht die beste Lösung. Nicolai: "Was nützen uns Leute, die gezwungenermaßen dabei sind und sich nicht mit Interesse und Herzblut engagieren?"

Zwölf in der Jugendfeuerwehr

Zum Rückgang bei den Aktiven in Oppenrod erklärte Wehrführer Mühlnikel: "Durch Wohnortwechsel verloren wir im Berichtsjahr drei Einsatzkräfte sowie Armin Jung, der aus Altersgründen nach 43 Jahren Feuerwehrdienst in die Alters- und Ehrenabteilung überging." Anfang 2021 werden die nächsten beiden Kameraden altersbedingt aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Dies sei in Oppenrod mit Übergängen aus der Jugendfeuerwehr nicht kompensierbar.

Sibylla Lesniak erreichte mit 22 von 23 Ausbildungsveranstaltungen die höchste Übungsbeteiligung. Auf das Löschfahrzeug 16/12 wurden ein gebrauchter Lüfter sowie eine Wärmebildkamera verladen. Die Gemeinde hat für alle Ortsteilfeuerwehren derartige Kameras angeschafft. Das Geschicklichkeitsfahren auf der Kartbahn wurde zum 40. Mal ausgerichtet.

Pascal Jung ist nach fünf Jahren als Jugendgruppenleiter ausgeschieden, neu gewählt wurden Maja Kauer und Sibylla Lesniak. Die Jugendfeuerwehr zählt zwölf Mitglieder. Eine Gemeinschaftsübung auf der Kartbahn mit den Minis und der Einsatzabteilung zählte zu den Höhepunkten im Jahresrückblick von Jugendfeuerwehrwart Lars Becker. Laut Mini-Feuerwehrwartin Katharina Mohr sollten für die neun Minis vermehrt Übungen zusammen mit der Jugendfeuerwehr im Jahresplan vorgesehen werden, um den Übergang zu den "Großen" zu erleichtern. Die Jüngsten hatten die Rettungswache des DRK in Laubach besichtigt.

Vereinsvorsitzender Armin Jung ging auf die Anschaffung von Ausbildungsmaterialien, Werkzeugen, Server und Festplatten sowie einer Fritteuse ein und verwies auf die Winterwanderung am 19. Januar. Abmarsch ist um 10 Uhr am Bürgerhaus. Der Verein hat aktuell 183 Mitglieder, drei weniger als im Vorjahr.

Frank Gensterblum und Dr. Peter Quoika wurden für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft in Abwesenheit geehrt. Der Verein trauert zudem um Willi Spaar, der 1958 in die Einsatzabteilung eintrat und sich fast 40 Jahre als Rechner und Schriftführer im Vorstand engagierte.

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