Ein Trio an der Spitze

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Buseck (pm). Die CDU-Fraktion hat sich konstituiert und Frank Müller als Vorsitzenden und die beiden Stellvertreterinnen Angelique Grün (Beuern) und Claire Blaschke (Oppenrod) einstimmig gewählt.

Eckhard Neumann wird sich für die CDU um das Amt des Vorsitzenden der Gemeindevertretung oder den Stellvertreterposten bewerben, kündigte Müller an.

Die CDU befinde sich »in engen und konstruktiven Gesprächen« mit den Freien Wählern. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe die Zusammenarbeit erfolgreich funktioniert. »Nicht nur, weil wir mit Michael Ranft einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten nominiert haben, sondern weil wir in den wichtigen Themen übereinstimmen, sehen wir eine gute Grundlage für eine wie auch immer gestaltete Zusammenarbeit auf partnerschaftlicher Ebene«, erklärte der Busecker CDU-Chef.

Umweltschutz und besonders die Situation des Busecker Gemeindewaldes sei dabei das zentrale Thema. Die Gemeinde müsse sich von der reinen forstwirtschaftlichen Sicht lösen und den Wald als Lebensgrundlage für alle sehen. »Weitere Einschläge dürfen nicht erfolgen, Aufforstungen müssen gut überlegt vorgenommen werden.«

Zudem äußert sich die CDU zur Ausweisung von Bau- und Gewerbeflächen. Sie sollten nur auf der Grundlage des bestehenden Flächennutzungsplanes erfolgen, Wiesen- und Streuobstflächen sollen ausgeweitet werden, der Gewässerschutz habe besondere Bedeutung. Die Gemeinde Buseck müsse Vorbild sein und sich mit den Bürgern in Sachen Umweltschutz stärker vernetzen und aktiv werden.

Mehr Einfluss für die Ortsbeiräte

Da viele Bauprojekte umzusetzen seien und es in nahezu allen Ortslagen Verkehrsprobleme gebe, regt die CDU an, die Fachausschüsse neu zu ordnen. Die Christdemokraten wollen den Themen Umwelt, Energie, Land -und Forstwirtschaft einen eigenen Aufgabenbereich geben.

Die Bereiche Bauen, Verkehr, Wirtschaftsförderung und Gemeindeentwicklung sollen gesondert in einem Fachausschuss behandelt werden. Buseck hätte dann künftig vier statt drei Ausschüsse. Der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Kultur-, Ehrenamts-, Sozial- und Integrationsausschuss kommen noch hinzu.

Auch die Kandidaten für den Gemeindevorstand wurden gewählt. Kay-Achim Becker und Guido Schemken werden sich zu Wahl stellen. Ziel der Union ist es laut Müller, nach Möglichkeit mit den Freien Wählern einen gemeinsamen Kandidaten für die Position des Ersten Beigeordneten zu stellen. Die Tendenz gehe zu einem Kandidaten der FW.

Der Vorsitzende wertete es zudem als großen Erfolg, in allen Orten bei den Ortsbeiratswahlen erfolgreich gewesen zu sein. Die absolute Mehrheit in Beuern sei der guten Arbeit der Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort geschuldet. Dort werden erstmals der Ortsvorsteher und der Stellvertreter durch die CDU gestellt. In Oppenrod plant die Union, gemeinsam mit den FW die Ortsvorsteherin und den Stellvertreter zu wählen.

Angelique Grün erläuterte, dass die Ortsbeiräte stärker an den Entscheidungen in ihren Orten, aber auch an den wichtigen Gemeindeprojekten beteiligt werden sollen. Dass umfängliche Baumaßnahmen auf Friedhöfen wie in Großen-Buseck und Verkehrsbaumaßnahmen wie in Trohe an den Ortsbeiräten vorbei entschieden wurden, »wird der Vergangenheit angehören«. Die Ortsbeiräte sollen Rederecht in den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen bekommen, wünscht die CDU.

Zur Verbesserung der fachlichen Arbeit der CDU-Fraktion stehen für die Themen Finanzen, Bauen, Verkehr, Kitas, Soziales und Umwelt Experten zur Verfügung. Claire Blaschke will sich als Lehrerin verstärkt um den Themenbereich Kita und Schule kümmern, Dominik Panz ist als Finanzfachmann und Betriebswirt für die »gesunden Finanzen« verantwortlich, Moritz Mattern wird den Baubereich begleiten, und Frank Müller hat den Themenkomplex Umwelt, Land- und Forstwirtschaft übernommen.

Ob die CDU-Vertreter als Ausschussvorsitzende, Stellvertreter oder als Fachsprecher fungieren werden, das sollen die Gespräche mit den anderen Fraktionen, besonders mit der FW ergeben.

Die CDU schlägt zudem vor, auf die Arbeitsgruppen weitestgehend zu verzichten, die in der Regel nicht-öffentlich getagt haben.

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