Kohlenmonoxid wirkt beim Einatmen tödlich

Edeka-Zentrale in Buseck evakuiert: Gasaustritt sorgt für Großeinsatz

Nach einem Brandmelder-Alarm eilten Feuerwehrkräfte am Sonntag in die Edeka-Zentrale in Großen-Buseck. Dann aber zeigten Messgeräte das beim Einatmen tödliche Gas Kohlenmonoxid an.

In der Edeka-Zentrale im Gewerbegebiet Großen-Buseck schlugen am Sonntag um 13.58 Uhr die Brandmelder Alarm. Als beim Betreten des Gebäudes die CO-Messgeräte der Feuerwehreinsatzkräfte Alarm schlugen, kehrten sie umgehend um. Denn das von den Messgeräten wahrgenommene geruchlose Kohlenmonoxid wirkt beim Einatmen tödlich. Alle 20 Personen wurden nach Angaben von Einheitsführer Sven Walter sofort aus dem Gebäude gebracht. Sie seien allesamt vom Rettungsdienst sowie einem Notarzt durchgecheckt worden und hätten keinerlei Auffälligkeiten aufgewiesen.

Das Gas befand sich im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes. Ob nun tatsächlich CO ausgetreten war oder ein anderes Gas, konnte mit den vorhandenen Messgeräten nicht genau festgestellt werden. Auch bei den Messungen mit dem Messfahrzeug der Berufsfeuerwehr Gießen sowie mit Prüf-röhrchen gelang dies nicht. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude belüftet, um die Konzentration des Gases herabzusenken. Anschließend versuchte man, die Quelle des Austritts zu lokalisieren. Die Einsatzkräfte konnten um 18.40 Uhr abrücken. Die genaue Ursache war zu dem Zeitpunkt noch immer nicht bekannt. Die Konzentration des Gases war zwischenzeitlich so stark abgesunken, dass keine Gefahr mehr für Leib und Leben bestand.

Außer den 50 Feuerwehrleuten aus Großen-Buseck und elf Fahrzeugen waren Gemeindebrandinspektor Torsten Hansmann als Einsatzleiter, Kreisbrandmeister Wolfgang Then, der Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums, der Katastrophenschutz und Gefahrgutfachberater vor Ort.

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