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Alfred Keil

Dichter, Denker und Liedermacher wird heute 80

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Seinen 80. Geburtstag heute wollte Alfred Keil aus Großen-Buseck mit einer Lesung in der katholisch-öffentlichen Bücherei von St. Marien und mit viel Publikum feiern. Aus den bekannten Gründen wird leider nichts daraus. »Dann halt zum ›80 plus 1.‹«, sagt er. Nachdenklich fügt er an: »So weit es meine Gesundheit erlaubt.« Keil war Feuilleton-Chef der Wetzlarer Neuen Zeitung, er ist Buchautor und Liedermacher.

Studiert hat er einst Pädagogik und Theologie. Er war Pfadfinder, Fußballer, Kampfsportler, hielt Kindergottesdienste und leitete die Knabenjungschar. Außerdem engagierte er sich im Kirchenvorstand und in der Deutschen Journalisten-Union. Er war Beisitzer im Verein »Anger 10«, Schriftführer im Judoclub sowie während seiner Zeit beim Weilburger Tageblatt in den 1970er Jahren beim Hessischen Bödecker-Kreis. Er ist ein Dichter und Denker, und vor allem ist er stolzer Vater und Großvater. Sohn und Enkel sitzen leider pandemiebedingt seit Monaten in Kanada fest.

Keil ist aufmerksamer Beobachter des Zeitgeschehens und der Menschen. Ab 2016 erschien zunächst wöchentlich seine Kolumne »Es war einmal« auf buseck-online. Jetzt erscheint sie noch 14-tägig.

Ein gutes Dutzend Bücher hat der mehrfache Preisträger geschrieben. Als Lyriker kennt man ihn unter dem Namen Angelo Niklas, die Prosa schrieb er unter seinem bürgerlichen Namen. Die Auszeichnung mit dem ersten Preis des »Lyrischen Oktobers« 1986 hat ihn besonders gefreut. Welche Wertschätzung er unter den Literaten genießt, durfte er auch 2003 erfahren, als er ein sechswöchiges Stipendium des Internationalen Autoren- und Übersetzungszentrums von Rhodos gewann. Er ist Träger von »Sindbads Ring«. Das ist der Siegelring des 2006 verstorbenen Autors Hans-Christian Kirsch (alias Frederik Hetmann), der Keils Dichtervater war.

Die Älteren in Beuern, wo Keil geboren und aufgewachsen ist, nennen ihn heute noch »Keiphelebb« (übersetzt: Keil Philipp). Es ist der Name seines Vaters und Großvaters. Alfred Keil spricht und singt gerne in seiner oberhessischen Muttersprache. FOTO: SIW

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