Debatte über 700-Jahr-Feier ist eröffnet

  • vonred Redaktion
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Buseck(pm). Kann man in Buseck nach der Corona-Krise endlich wieder feiern? Eine 700 Jahre alte Urkunde könnte dies 2026 möglich machen. In der Gemeinde findet man noch vielerorts landschaftliche und dörfliche Idylle. Schaut man sich jedoch das Kiefernsterben am Hohen Berg und das Fichtensterben im Wald an, dann gewinnen Forderungen nach mehr Umweltschutz ein deutliches Gesicht.

"Bewahren kann man nur etwas, was man kennt": Die Beschäftigung mit der Dorfgeschichte hat bereits in allen Ortsteilen von Buseck nach diesem Motto stattgefunden - außer in Großen-Buseck. Viele Impulse aus den Vorbereitungen und Umsetzungen der Jubiläumsfeiern wirken jetzt noch positiv auf die Dorfgemeinschaften.

Walter Czech brachte es in der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler (FW) auf den Punkt: "Ohne die 800-Jahr-Feier in Beuern gäbe es vielleicht den Heimatverein nicht mehr, und damit auch nicht die vielen bis heute folgenden interessanten Aktivitäten."

Manfred Weller benannte den Weg als Ziel: "Natürlich soll man fröhlich feiern, bis zum Jahr 2026 ist die Corona-Krise hoffentlich überwunden. Es geht aber vor allem um die Aufarbeitung der Geschichte von Großen-Buseck.

Konsens im Ortsbeirat

Im dortigen Ortsbeirat stellte Elke Noppes vom Heimatkundlichen Arbeitskreis eine besondere Urkunde vor und eröffnete damit eine Diskussion über eine mögliche 700-Jahr-Feier von Großen-Buseck. Natürlich ist der Ort älter als 700 Jahre. Das belegen eindeutig Forschungen zum Kirchturm. Es gilt aber die Regel, dass eine Jubiläumsfeier durch eine Urkunde belegt sein muss. Dies ist bei Vereinen so und natürlich auch bei Städten und Dörfern. Die älteste gefundene Urkunde, in der Großen-Buseck erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1326. Also kann man erst für 2026 eine 700-Jahr-Feier planen.

Die Freien Wähler wollen gemeinsam mit SPD, CDU und Grünen über die politische Unterstützung der bisherigen Ideen ins Gespräch kommen. Im Ortsbeirat Großen-Buseck sprachen sich alle Mitglieder über die Fraktionsgrenzen hinweg für das Jubiläum aus. Jürgen Henß (CDU) schlug vor, das Thema auf jede Tagesordnung zu setzen. Ortsvorsteher Erich Hof (SPD) stimmte dem zu. Ebenfalls 2026 kann der Fußballklub sein Hundertjähriges feiern. Da liegt es auf der Hand, beide Jubiläen zu koordinieren. Weller in einer Pressemitteilung: "Daraus ergeben sich Synergieeffekte, die sowohl für Fußball wie auch Gemeinde positiv wirken."

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