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Diese schwarzen Plastikboxen hängen an Bäumen in Buseck.

Das Geheimnis hinter den schwarzen Röhren in Busecker Bäumen

  • vonSiglinde Wagner
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In Buseck hängen seltsame Plastikröhren in Büschen und Bäumen. Reporterin »siw« hat das Geheimnis dahinter erfahren...

Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, der wird sie vermutlich schon entdeckt haben, diese seltsamen schwarzen Plastikröhren in Büschen und Baumen. An verschiedenen Standorten in der Gemarkung Buseck wurden sie vor etwa fünf Jahren erstmals gesichtet. So manch einer wird sich fragen, für was dieser »Baumschmuck« gut sein soll … und wer ihn wohl aufgehängt hat. »Das hat uns auch interessiert, aber wir konnten es nicht herausfinden«, sagt Dieter Wiesner vom Vogelschutzverein Großen-Buseck. Die Frage, ob die auch als Fluchthilfen bezeichneten Nest-Tubes lediglich zum Schutz der Mäuse vor Fressfeinden oder zu Kontrollzwecken angebracht wurden, muss deshalb unbeantwortet bleiben.

Mit den Röhren können jedenfalls die Haselmäuse nachgewiesen werden. In Hessen kommt dieses kleine Säugetier, nicht zu verwechseln mit dem deutlich größeren und in unserer Region häufiger vorkommenden Siebenschläfer, nur noch sehr selten vor. Die Haselmaus ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Also Hände weg von ihren Quartieren!

Die etwa daumengroße Haselmaus (Muscardinus avellanarius) mit den großen schwarzen Knopfaugen und den runden Öhrchen ist übrigens keine Maus, sondern ein nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche. In der kalten Jahreszeit hält sie Winterschlaf. Ab und zu haben die Großen-Busecker Vogelschützer schon eine Haselmaus bei einer Nistkastenkontrolle entdeckt - und nicht gestört.

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