Die fünf Chöre verwandeln die Beuerner Kirche in einen Konzertsaal. (Foto: siw)
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Die fünf Chöre verwandeln die Beuerner Kirche in einen Konzertsaal. (Foto: siw)

Chöre begrüßen Frühling: Konzert in Beuerner Kirche

Buseck (siw). Das facettenreiche Gemeinschaftskonzert am Samstagabend gestaltete sich als eine gute Werbung für die Beuerner Chöre. Über 120 Sänger verwandelten die Kirche in einen Konzertsaal. Erstmals im September 2012 waren die fünf Chöre aus drei Vereinen zusammen aufgetreten.

Vom damaligen Erfolg beflügelt, wurde bald eine Zweitauflage beschlossen. Dieses Mal aber nicht für Herbst, sondern für den Wonnemonat Mai. Entsprechendes Liedgut wurde dem Konzerttitel "Frühlingserwachen" gerecht, das stürmische Regenwetter vor der Kirchentür allerdings nicht. Die evangelische Gemeinde trat als Veranstalter auf, der "Hausherr" der Kirche, Pfarrer Stefan Becker, begrüßte die zahlreichen Zuhörer. Den Spendenerlös teilten sich die Chöre.

Diese präsentierten sich in jeweils zwei Auftrittsblöcken. Den Auftakt machte der evangelische Kirchenchor unter Leitung von Gudrun Feldbusch mit dem 150. Psalm und "Glaube, Hoffnung, Liebe". Nach diesen feinen geistlichen Tönen brachte der Kirchenchor beim zweiten Auftritt Frühlingslieder wie "Nun bricht aus allen Zweigen" und "Wie lieblich ist der Maien" zu Gehör.

Anna Sebök leitet "Pollys"

Der gemischte Chor der "Bruderkette" steuerte Frühlingshaftes wie "Und wieder blüht die Linde", "Der alte Kirschenbaum" und "An dem reinsten Frühlingsmorgen" zum Programm bei und hatte mit "Glockenklang in der Ferne" eine Eigenkomposition von Chorleiter Klaus Jürgen Grün dabei. "Sonare", der ebenfalls von Grün geleitete neue Chor der "Bruderkette", gab sich ganz international: Beim englischen "Sailing", der afrikanischen Volksweise "Shosholoza", der feurigen "Un poquito Samba" und dem Musicaltitel "Memory" bewiesen die 33 Sänger, darunter sechs junge Männer, große Fortschritte in Qualität und Harmonie.

Vor zweieinhalb Jahren hat sich der Kinderchor "Pollys" formiert und heute schon 30 Lieder im Repertoire. Dies berichtete Daniel Rac, der durch das Programm führte. Selbstbewusst traten die Mädchen und Jungen auf, die in der kurzen Zeit schon reichlich Auftrittserfahrung sammeln konnten. Unter Dirigat von Jens Kempgens sangen sie das alte Volkslied "Mus i denn", "Leuchtturm" von Nena und "Mogli" aus dem Dschungelbuch.

Dann gab Rac den Wechsel der Chorleitung bekannt. Ab sofort werden die "Pollys" von Anna Sebök geführt. In ihren ersten Chorproben hatte sie mit den Kindern als Abschiedslied für Kempgens den "Irischen Segen" einstudiert. Anschließend überreichte jedes Kind eine Blume und Rac-Junior ein Präsent an den Ex-Chorleiter. Der war sprachlos. Moderator Daniel Rac witzelte: "Das gibt es nicht oft, ein Chorleiter und Lehrer, der sprachlos ist."

Der Männerchor des Polyhymnia-Liederkranzes (Leitung Jens Kempgens) bewältigte schwierige Dynamikbögen bei "Sternschnuppen" von Anton Bruckner und trug mit "Pater Noster" in einem Arrangement von Albert de Klerk geistliche Chorliteratur vor, setzte Kontrastreiches mit "Rote Rosen" dazu und Stimmgewaltiges beim "Tscherkessenritt". Bevor alle Chöre gemeinsam "Der Mai ist gekommen" anstimmten, beschloss der Männerchor der "Polyhymnia" das Programm mit Louis Seiberts "Maiennacht". Dieses Lied wird in Beuern am Himmelfahrtstag in Allerherrgottsfrühe um sieben Uhr gesungen. Abschließend machte Rac Werbung für den Chorgesang: "Singen ist gesund und macht Spaß. Kommt und singt mit!"

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