Die Busecker Kommunalpolitik und die Tücken der virtuellen Ausschusssitzung

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Corona fordert die Kommunalpolitik heraus, wie sich diese Woche bei der virtuellen Sitzung des Busecker Finanz- und Kulturausschusses gezeigt hat: Masken brauchte niemand, dafür waren Geduld und Kreativität gefragt, etwa bei den Abstimmungen. Vorsitzender Uwe Kühn forderte anfangs auf, die Hände deutlich zu heben, sodass er am Bildschirm auszählen kann. Das Problem: Mancher hatte einen virtuellen Hintergrund ausgewählt - und sobald die Hände sich davor schieben, verschwinden sie. Was also tun? Ein Mitglied entdeckte die Option, über die Chatfunktion eine erhobene Hand zu signalisieren. Doch auch das sorgte für Verwirrung: "Wo sind denn die Hände?" fragte Kühn.

Norbert Weigelt, Vorsitzender der Gemeindevertretung, löste schließlich das Abstimmungs-Dilemma: "Uwe, wir machen es so: Wenn kein Widerspruch kommt, ist es angenommen."

Zu beobachten war auch, was man im Journalismus eine Text-Bild-Schere nennt: Die gewählten Bild-Hintergründe wirkten mitunter ungewollt komisch und passten nicht immer zum Gesagten. Zum Beispiel als SPD-Fraktionschef Willy Jost erzürnt die Sitzung zu verlassen drohte - während hinter ihm ein paradiesisch wirkendes Bild einer Strand-Landschaft erschien.

Zugegeben: Auch der GAZ-Redakteur hat in Sachen Online-Sitzungen noch Luft nach oben. Er hatte sich vor der mehr als vierstündigen Sitzung vor dem Laptop schon mal eine Jogginghose angezogen - man will ja bequem arbeiten. Allerdings war seine Kamera da noch angeschaltet, das ist ihm leider erst später aufgefallen. Nun muss der Reporter damit leben, dass der Ausschuss ihm beim Umkleiden zuschauen konnte - und hofft, dass er sich nicht allzu peinlich vor der Kamera verhalten hat.jwr

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