Wiedereröffnung rückt näher

Busecker Freibad: Ein Verein will mit Gemeinde über Wiedereröffnung verhandeln

  • schließen

Das Großen-Busecker Freibad ist seit Jahren geschlossen. Der Hallenbadverein will nun mit der Gemeinde über einen Betreibervertrag verhandeln. Die Mitglieder stimmten dafür.

Der Weg ist zumindest von einer Seite frei für eine Übernahme des Freibads auf der Wieseckinsel: Das beschlossen am Mittwoch die Mitglieder des Busecker Hallenbadvereins im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Jedoch geht es zunächst erst einmal darum, mit der Gemeinde in Verhandlungen zu treten. Bis das Freibad wieder eröffnen wird, wird es aber noch einige Zeit dauern.

Beschlossen wurden zur Jahreshauptversammlung nur die Eckpunkte eines zukünftig existierenden Betreibervertrags, den der Vereinsvorstand mit der Gemeinde Buseck aushandeln soll. Der Hallenbadverein erklärt sich darin bereit, auch das Freibad der Gemeinde auf der Wieseckinsel zu führen. Dabei dürfen die wirtschaftlichen Auswirkungen aber keinesfalls den Bestand des Hallenbadverein Busecker Tal oder den Betrieb des Hallenbades beeinträchtigen. Beide Bäder müssen in der Buchhaltung getrennt bleiben.

Zuschuss von Gemeinde nötig

Das Mitgliedschaftssystem des Hallenbads soll sich im Freibad fortsetzen - wobei auch der Besuch von Gästen möglich sein soll. Weiterhin soll die Gemeinde Buseck einen Betriebskostenzuschuss von 90 000 Euro für den Freibadbetrieb an den Hallenbadverein leisten. Dieser fällt deutlich höher aus als der Zuschuss für das Hallenbad (hier sind es 40 000 Euro). Das liege daran, dass durch das Freibad weitere Zusatzkosten entstehen - man braucht mehr Personal, der Verwaltungsaufwand steigt. Die 90 000 Euro sind dabei eine Hochrechnung aus früheren Haushaltsjahren, der Endbetrag ist noch nicht fix.

Bevor schon die Badetasche gepackt wird: Die Vertragsverhandlungen bedeuten nicht, dass das Freibad wirklich wieder öffnet. Auch in der Gemeindevertretung steht dazu noch eine Entscheidung an. Bevor die Führung des Freibads vom Hallenbadverein übernommen werden kann, müssen auch hier Satzungsänderungen und eine Neuaufstellung der Gebührenordnung erfolgen.

Plus bei Mitgliederzahlen

Der Mitgliederstand des Hallenbadvereins hat sich seit dem letzten Jahr positiv entwickelt: Zum Mai diesen Jahres zählte der Hallenbadverein 4041 Mitglieder, davon 1096 Einzelmitglieder und 963 Familien. Die meisten Mitglieder (67 Prozent) stammen aus Buseck, 16 Prozent aus Reiskirchen und 6 Prozent aus Gießen. Rund ein Drittel aller Einwohner von Großen-Buseck sind im Hallenbadverein.

Im Hallenbad steht eine Sanierung des Saunabereichs an. Auf der Versammlung wurde berichtet, dass es in den letzten Monaten schwierig war, Handwerker für die Arbeiten zu finden. Darum können sie erst im kommenden Sommer beginnen.

Mitgliedsbeitrag steigt

Finanziell steht der Hallenbadverein immer gut da - wenn es auch im letzten Jahr ein deutliches Minus zu verzeichnen gab: Einnahmen von 334 000 Euro standen Ausgaben von rund 365 000 Euro gegenüber - ein Minus von über 31 000 Euro. Das liegt vor allem an den höheren Energiekosten sowie dem Ankauf neuer Chipkarten für die Vereinsmitglieder, erläuterte der Vorstand.

Nach zehn Jahren ohne Beitragsänderung wird dieser nun erhöht. Das bedeutet für Einzelmitglieder, dass die künftig 90 statt 80 Euro Mitgliedsbeitrag zahlen müssen, ebenso Alleinerziehende mit Kindern bis sechs Jahren. Für Familien beträgt der Beitrag ab Januar 180 statt 160 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare