"Erlebnispark"

Buseck wartet auf konkrete Pläne der Investoren

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Die Käufer der ehemaligen Sammler- und Hobbywelt wollen noch dieses Jahr einen "Erlebnispark" eröffnen. Bürgermeister Dirk Haas ist skeptisch - und hat noch viele Fragen.

Anfang März hatten die Käufer der bisherigen Sammler- und Hobbywelt in Alten-Buseck ehrgeizige Pläne für das Areal vorgestellt. Sie wollen in dem Gebäude auf einer Fläche von rund 7200 Quadratmetern einen zweigeschossigen "Erlebnispark" errichten - inklusive "Jumping-Park", Laser-Tag, Autoscooter und Gastro-Bereich. Man wolle rund sechs Millionen Euro investieren und nach der Eröffnung 25 000 bis 30 000 Gäste pro Monat anlocken, hieß es damals.

Wie ist der aktuelle Stand der Planung für das Großprojekt? Die Einschätzungen der Investoren und des Bürgermeisters darüber gehen deutlich auseinander. Man könne binnen weniger Wochen der Verwaltung ein detailliertes Konzept vorlegen, hatten sich Diyab Demir und Hikmet Ay, zwei der Investoren, Anfang März geäußert. Er habe den Bauantrag vor gut zehn Tagen im Bauamt der Gemeinde persönlich abgegeben, sagte Ay nun auf Anfrage der Gießener Allgemeinen. Nun warte er auf die Baugenehmigung, dann könnten die Arbeiten weitergehen, äußerte sich Ay. Die Außenfassade des Gebäudes ist ihm zufolge mittlerweile fast komplett gestrichen, und die Abbrucharbeiten im Inneren seien fertig, soweit man sie selbst erledigen könne.

Noch einige Hürden zu nehmen

In dem Gespräch am 8. März war auch von der Gründung einer GmbH die Rede gewesen, die bald folgen werde. Das werde "nach und nach kommen", sagte Ay nun am Freitag der Vorwoche. Bevor die Baugenehmigung erteilt werde und dann der Betrieb beginnen könnte, müsste die Busecker Gemeindevertretung zunächst aktiv werden. Denn laut Bürgermeister Dirk Haas (SPD) war der bestehende Bebauungsplan auf die Nutzung für eine Sammlung zugeschnitten worden.

Vor einer möglichen Eröffnung gibt es also noch einige Hürden zu nehmen. Haas bestätigt zwar, dass ein Bauantrag eingegangen ist, dieser werde an die zuständige Kreisbauaufsicht weitergeleitet. Allerdings könne eine Genehmigung erst erteilt werden, wenn das Baurecht - Flächennutzungs- und Bebauungsplan - auf die angedachte neue Nutzung abgestimmt ist. Dazu bedürfte es eines Antrags auf Änderung durch die Investoren. "Die Planung ist deren Sache", sagt Haas, bisher habe er wenig Konkretes gesehen.

Bürgermeister teilt Optimismus nicht

"Es ist verwirrend", äußert sich der Bürgermeister weiter, "da fehlt noch einiges". Bisher habe er erst ein Gespräch mit den Investoren geführt. Ay geht dagegen davon aus, dass der selbst gesteckte Zeitplan noch realistisch ist: Ziel sei weiter eine Eröffnung noch in diesem Jahr. Diesen Optimismus teilt der Bürgermeister nicht: Ob die Gemeindevertretung den Plänen zustimmen werde, müsse man abwarten - wenn die notwendigen Unterlagen denn vorliegen. "Ich sehe da noch kein grünes Licht."

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