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Die Besucher verweilen vor den farbenfrohen Aufnahmen. Foto: siw

Bunter Bildermix begeistert

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Buseck(siw). Mit einer derart großen Resonanz hatte die Foto-Arbeitsgemeinschaft Buseck nicht gerechnet: Den ganzen Tag herrschte in der Jubiläumsausstellung zum 60-Jährigen reger Betrieb. Hier hatte die Foto-AG insgesamt 78 Aufnahmen von 17 Fotografen präsentiert.

Viele Besucher verweilten teils minutenlang vor den einzelnen Fotos. Die waren auch das "Näher-Hinschauen" wert. Es bestand keine Themenvorgabe, sodass die Konterfeis von Inge und Wilhelm aus Beuern ebenso gezeigt wurden, wie junge Japanerinnen in farbenprächtigen Kimonos vor dem Goldenen Tempel in Kyoto und Stelzentänzer in den Straßen von Havanna.

Stellvertretend für die wunderbaren Tier- und Blumenbilder sei hier die Sonnenanbeterin auf der Sonnenblume genannt und für den Bereich der Architektur seien ein wie ein Eisberg konzipiertes zackiges Gebäudeensemble in der Stadt Aarhus in Dänemark sowie eine stimmungsvolle Aufnahme von Frankfurt bei Nacht erwähnt.

In dem an die Ausstellung angrenzenden Saal gab es im Stundentakt sechs Vorführungen, denen von jeweils 40 bis 50 Personen ebenfalls große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Zwölf Vereinsmitglieder hatten ihre Diaschauen thematisch aufbereitet und mit einigen Videoclips sowie Musik unterlegt. Auch hier zeigte sich, dass Bildsprache mehr als bloß Knipsen ist.

"Gutes Fotografieren kann man lernen, genau wie Laufen, Sprechen und Radfahren", sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Dörr. Nach Friedrich Daniel und Werner Hofmann ist er seit 1959 der dritte Mann an der Spitze der AG, die erst in 2011 als offizieller Verein registriert wurde. Der Initiator und Gründungsvorsitzende war Friedrich Daniel, im Hauptberuf Lehrer für Physik und Chemie an der Volksschule in Großen-Buseck, der heutigen Goetheschule. "Hier begeisterte er mich und andere Schüler für die Fotografie", erzählt Dörr.

In einem alten Kassenbuch fand er den Nachweis, dass sein Vater schon 1966 der damals dem Kulturring angeschlossenen Fotogruppe angehörte. So war das Fotografieren in seinem Elternhaus schon zu einer Zeit ein Thema, als viele Familien noch gar keine Kamera besaßen. Dörr bedauert sehr, dass Wilfried Theimer die Ausstellung, an deren Vorbereitung er noch mitgewirkt hat, nicht mehr miterleben konnte. Mit Eckehard Dittrich und Reinhold Schwalb zählte Theimer zu den am längsten aktiven Mitgliedern.

Die Foto-AG hat in den vergangenen 60 Jahren den Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie begleitet und wird sich auch in Zukunft den neuen Aufnahme- und Bildbearbeitungsmöglichkeiten nicht verschließen. Etwa die Hälfte der am Sonntag ausgestellten Exponate sind ab sofort bis zum 31. Januar 2020 im Busecker Schloss zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung zu sehen.

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