Buhl: Kein unfairer Bürgermeisterwahlkampf

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
    schließen

Buseck (pm/jwr). In der heißen Phase des Bürgermeisterwahlkampfs bleibt derzeit in Buseck wenig unwidersprochen. Nun reagieren die Freien Wähler auf einen Leserbrief des früheren Beuerner Ortsvorstehers Erhard Goltze (SPD), der wiederum Bürgermeister Dirk Haas als Reaktion auf einen anderen Leserbrief verteidigt hatte. Goltze hatte moniert, dass es im Wahlkampf nicht mehr fair zugehe und Kritik an Haas’ Amtsvorgängern geübt.

Buseck verfüge über sehr gute Infrastruktur, schreibt der Vorsitzende der Busecker FW, Manfred Buhl, in einer Mitteilung. Diese sei aber »nicht vom Himmel gefallen«, sondern »auf die langjährige erfolgreiche Arbeit der Parlamente«, auch mit den vorherigen Bürgermeistern, zurückzuführen.

»Vorausschauende Politik« über Jahre

»Durch vorausschauende Politik über all die Jahre« seien Mittel erwirtschaftet und für alle Altersklassen eingesetzt worden, so Buhl. Die Bürgermeister hätten »viel zu dieser Entwicklung beigetragen«. Dennoch dürfe nicht unerwähnt bleiben, »dass die verantwortlichen Mehrheiten im Busecker Parlament maßgeblich an der vorausschauenden Politik beteiligt waren. Zu den verantwortlichen Mehrheiten zählten mitunter auch die Stimmen der SPD«.

Es sei erfreulich, dass nach »zähen Bemühungen die Firma Edeka ihre geplante Erweiterung im Gewerbegebiet Ost in Großen-Buseck jetzt in einer veränderten Form durchführen kann«. Ursprünglich, schreibt Buhl, habe Bürgermeister Erhard Reinl seinerzeit »den Anstoß zum Kauf der ehemaligen Holz-Land-Möller Fläche durch Edeka in die Wege« geleitet. »Warum werden die Bemühungen von Reinl infrage gestellt?«, fragt der FW-Vorsitzende.

Buhl äußert sich auch zur nicht umgesetzten Idee, die Erweiterung der Alten-Busecker Grundschule mit einer Kita zu kombinieren. Dies sei zwar »von allen Fraktionen begrüßt« worden. Die Planungen hätten aber verdeutlicht, »dass hierfür die verfügbaren Flächen nicht ausreichend groß sind«. Vor allem die Verkehrssituation habe aufgrund der beengten Verhältnisse nicht gelöst werden können. »Mehrfach vorgetragene Vorschläge« der FW, die in Buhls Augen die Situation entschärft hätten, seien nicht geprüft worden. »Für die Kindertagesstätte wurde am Ortsrand von Alten-Buseck eine geeignete Fläche gefunden und in der Gemeindevertretung einstimmig der Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung gefasst. Ein demokratischer Prozess, der mit einem unfairen Bürgermeisterwahlkampf nicht das Geringste zu tun hat«, findet Buhl.

Zudem äußert er sich zur Neugestaltung der Wieseckinsel in Großen-Buseck: Zu den »weitergehenden Vorhaben der SPD zur Wieseckinsel« über die Freibad-Reaktivierung hinaus bestehe seitens der FW »derzeit kein Einvernehmen«. Einen »Zusammenhang der Fraktionsentscheidung mit dem Vorwurf eines unfairen Bürgermeisterwahlkampfes« sehe man indes nicht, so Buhl.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare