Der Bereich Troher Straße/Flussgasse/Schulstraße wird derzeit grundhaft saniert. FOTO: CON
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Der Bereich Troher Straße/Flussgasse/Schulstraße wird derzeit grundhaft saniert. FOTO: CON

Von der Brandsburg zum Rodelberg

  • vonConstantin Hoppe
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Buseck(con). Was tut sich derzeit in Alten-Buseck? Dieser Frage wurde am Samstag im Rahmen einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Dirk Haas nachgegangen.

Dass es einiges zu besprechen gab, war schnell an der Zahl der Teilnehmer zu erkennen: Rund 40 Personen nahmen an der Ortsbegehung teil - selbstverständlich unter Einhaltung der Hygieneregeln. Zum Start ging es zur Brandsburg. Die Brandsburgscheune wurde in den vergangenen Monaten mit einem neuen Dach versehen. Im Mai wurde der Dachstuhl freigelegt, beschädigte Stellen ausgebessert und das Gebäude neu mit Biberschwanzziegeln eingedeckt.

So erstrahlt dieser Teil des 280 Jahre alten Gebäudes in neuem Glanz - auch wenn das aktuell dafür sorgt, dass es zwischen Dach und dem Rest des Gebäudes eine erhebliche optische Diskrepanz ergibt. Doch zumindest ist ein erster Schritt zur Erhaltung des historischen Gebäudes getan.

Nur einige Schritte von der Brandsburg entfernt, verändert sich das Straßenbild: Der Bereich Troher Straße/Flussgasse/Schulstraße wird seit dem Frühsommer saniert. Der erste, derzeit noch laufende Bauabschnitt zieht sich vom Rinnerborn bis zum Dorfanger, der zweite Abschnitt wird den Bereich des Dorfangers bis zum Hopfenacker umfassen und der dritte und letzte Bauabschnitt den Hopfenacker bis zum Treiser Pfad.

Kritik an großem Gebäude

Insbesondere am Dorfanger wird sich einiges verändern: Dort sollen weitere Parkplätze entstehen. Auch die Bushaltestellen werden im Zuge der Sanierungsarbeiten barrierearm angelegt. Voraussichtlich sollen die Arbeiten bis zum Sommer 2021 andauern. Eventuell sollen gleich noch Straßenschäden in der Brandgasse behoben werden.

Ein Thema, an dem man in Alten-Buseck derzeit nicht vorbeikommt, ist die Situation an der Grundschule: Der Platz im Schulgebäude reicht für die Schülerzahl nicht mehr aus, mittlerweile wurden Container auf dem Schulhof aufgestellt. "Klar ist, der Landkreis wird keine neue Schule bauen", berichtete Haas. Nachdem eine Lösung mit einer Erweiterung der Grundschule und der Kita in Kombination im Gemeindeparlament auf keine Zustimmung traf, wird derzeit eine Lösung für eine neue Kita in Alten-Buseck gesucht. Erwogen wird derzeit die Verwendung eines Holzhauses, das vorher als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde - andere Kommunen hätten damit gute Erfahrungen gemacht.

Auch an der Harbighalle stehen Veränderungen an, die Umkleiden sollen saniert und der Gastronomiebereich umgestaltet werden. Dafür ist ein gemeinsames Vorgehen mit dem ansässigen Gastronomiebetrieb nötig, die Vorstellungen der Parteien "gehen derzeit weit auseinander", erklärte Haas.

Ein anderer Neubau an der Straße Rodelberg sorgt dagegen für Verärgerung bei den Nachbarn: Viel zu groß und nicht ins Ortsbild passend, so beschrieben es einige Anwohner. Doch das Gebäude mit acht Wohneinheiten erfülle alle gesetzlichen Vorgaben, auch genügend Stellplätze wurden geschaffen. "Aber das zeigt doch nur, dass die Politik hier umdenken muss und neue Richtlinien aufgestellt werden müssen", meinte Ortsvorsteher Manfred Buhl. "Immerhin sind wir hier im Dorf und nicht in einer Stadt."

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