Nach wie vor ist der Müttertreff sehr beliebt. Dies war auch schon 1986 so, wie das Foto aus dem Archiv der Familienbildungsstätte beweist. (Repro: siw)
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Nach wie vor ist der Müttertreff sehr beliebt. Dies war auch schon 1986 so, wie das Foto aus dem Archiv der Familienbildungsstätte beweist. (Repro: siw)

Bildung nicht nur für Eltern

Buseck (siw). Die Familienbildungsstätte in Großen-Buseck (FBS) wird 50 Jahre alt. Geburtstag feiert sie 2016 aber nicht – das wird im kommenden Jahr nachgeholt, denn die Bauarbeiten im Haus hielten das Team schon genug auf Trab. Pro Jahr finden hier 350 verschiedene Angebote statt, die von rund 3000 Teilnehmern wahrgenommen werden.

Ob es am Namen liegt? Zunächst war die Einrichtung am 1. Oktober 1966 als "Mütter- und Elternschule" eröffnet worden.Um deutlich zu machen, dass Familienbildung die ganze Familie betrifft, fand bereits zwei Jahre später die Umbenennung in "Familienbildungsstätte Großen-Buseck" statt. Die damalige Leiterin des Kindergartens "Haus St. Elisabeth" der katholischen Pfarrgemeinde von "St. Marien" war Schwester Maria Elisabeth Wolf. Sie hat die Gründung maßgeblich in die Wege geleitet und den Auf- und Ausbau vorangetrieben.

Unterricht im Kindergarten

Damals wie heute wurden die Räume im Untergeschoss der Kita genutzt. In der Anfangszeit konnten Anmeldungen zu festgesetzten Zeiten im Kindergarten vorgenommen werden. Als "Wandermütterschule" bot die Einrichtung sogar Kurse in den katholischen Pfarrgemeinden Gießen, Grünberg, Laubach, Lich und Londorf an.

Das erste Kursangebot startete zum Wintersemester 1966/67. Es umfasste die Bereiche Kirche und Gesellschaft, Ehe, Erziehung und Familie, Gesundheitspflege, musische Bildung und Hauswirtschaft. Auch wenn das Angebot im Laufe der Jahre kontinuierlich ausgeweitet wurde, sind diese Kernbereiche bis heute geblieben.

Schwester Elisabeth wurde 1977 von Gabriele Hautzinger in der FBS-Leitung abgelöst. 1983 stand die Umwandlung des Kindergartens in eine Kindertagesstätte an. Da der Platzbedarf stetig zunahm, wurde 1991 ein An- und Umbau notwendig. Das wirkte sich auch positiv auf die Raumverhältnisse der FBS aus. Seit 1992 verfügt sie über zwei große Gruppenräume, eine Lehrküche, einen Nähraum, einen Werkraum und zwei Büros.

Bis zum Eintritt in den Ruhestand im Dezember 2015 hat Helga Schmitz 34 Jahre die FBS geleitet. In ihre Zeit fielen die Angliederung des Kindertagespflegebüros (ab 2002) und das Projekt "Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen" des Landkreises Gießen (ab 2009).

Derzeit sind in der FBS fünf Teilzeitkräfte sowie rund 100 Kursleiter auf Honorarbasis beschäftigt. 350 Angebote, über 3000 Teilnehmer pro Jahr – die Zahlen sehen gut aus. Nur die Feier zum 50-jährigen Bestehen wird nachgeholt werden müssen. "Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen im "Haus Elisabeth" 2016 und aus personellen Gründen wurde die Feier verschoben", erklärte Barbara Nölle. Nach drei Jahren als pädagogische Mitarbeiterin hat sie zum 1. September die Leitung der FBS übernommen.

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