Zahlreiche Bürger in Beuern nutzen das Angebot der Ortsbegehung mit Bürgermeister Haas.
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Zahlreiche Bürger in Beuern nutzen das Angebot der Ortsbegehung mit Bürgermeister Haas.

Beuerner sorgen sich um Hochwasserschutz

  • vonConstantin Hoppe
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Buseck(con). Wohl kein anderes Thema beschäftigte die Bevölkerung in Beuern in den vergangenen Jahrzehnten so sehr wie der Hochwasserschutz: Gerade der Bereich "Fünfhausen" war in der Vergangenheit immer wieder von Hochwasserereignissen betroffen. Seit über 30 Jahren wird das Thema besprochen, doch jetzt zeichnen sich Veränderungen ab. Am Samstag machte der Hochwasserschutz erneut den größten Teil einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Dirk Haas aus.

Bereits jetzt laufen Arbeiten auf den Wiesen entlang der L 3126 in Beuern: Es werden Bodenproben genommen und es wird geschaut, wie man bestimmte Maßnahmen durchführen kann. Noch in diesem Herbst könnten die Arbeiten am Hochwasserschutz beginnen, wie der Bürgermeister mitteilte. Geplant ist, eine Verbindung zwischen dem aus Richtung Geilshausen kommenden Mönchswiesengraben und dem Erlenwiesenbach zu schaffen. Zudem sollen die Bachläufe verbreitert und renaturiert und der Wasserfluss hangabwärts so entschleunigt werden. Um die Eigendynamik des Wassers zu fördern, sollen Störelemente in Form von Würzelstöcken oder Baumstämmen eingesetzt werden.

"Wir versuchen, das Wasser so zu leiten, dass es mehr Platz hat", berichtete Haas. "Je langsamer das Wasser im Tal ankommt, desto besser lässt es sich kontrollieren." Der Krebsbach soll dabei kaum beeinflusst werden. Ein zusätzlicher, niedriger Erdwall soll für weiteren Schutz entlang des Bachlaufs sorgen.

Wie sehr dieses Thema die Beuerner bewegt, zeigte auch das große Interesse, auf das die Ortsbegehung stieß: Fast 50 Besucher nahmen das Informationsangebot wahr und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. "Wir hatten in den letzten Jahren Glück, dass wir von keinem Starkregen- ereignis betroffen waren", erklärte zum Beispiel Erhard Goltze zu den anstehenden Arbeiten.

Doch nicht nur der Hochwasserschutz entlang der L 3126 beschäftigt die Beuerner - auch die Straße selbst, genauer genommen das Fahrtempo, sorgt für Ärger. Viele Anwohner würden sich ein generelles Geschwindigkeitstempo von 30 km/h wünschen, dieses gilt derzeit nur im Bereich der Grundschule. Hier konnte der Bürgermeister nur folgende Antwort geben: "Es ist nicht die Gemeinde zuständig, sondern das Land, und dort wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht als nötig erachtet." FOTO: CON

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