Berührende Interpretationen

  • vonSascha Jouini
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Im Rahmen der "Woche der Ökumene" der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Großen-Buseck werden Wege gesucht, auch junge Menschen an die Religion heranzuführen. Dass die Eröffnungsveranstaltung mit dem Duo "Voice over Piano" in die richtige Richtung ging, bewies ein ausverkauftes Kulturzentrum. Mit dazu bei trug nicht nur das hohe Renommee der Sängerin Sara Dähn und des Pianisten Thomas Blaeschke aus Hamburg und Berlin, vielmehr auch die Beteiligung zweier Ensembles des Gesangvereins Heiterkeit-Sängerkranz: des gemischten Chors Felicita und des Mädchenchors Joyful Noise.

Im Rahmen der "Woche der Ökumene" der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Großen-Buseck werden Wege gesucht, auch junge Menschen an die Religion heranzuführen. Dass die Eröffnungsveranstaltung mit dem Duo "Voice over Piano" in die richtige Richtung ging, bewies ein ausverkauftes Kulturzentrum. Mit dazu bei trug nicht nur das hohe Renommee der Sängerin Sara Dähn und des Pianisten Thomas Blaeschke aus Hamburg und Berlin, vielmehr auch die Beteiligung zweier Ensembles des Gesangvereins Heiterkeit-Sängerkranz: des gemischten Chors Felicita und des Mädchenchors Joyful Noise.

Nach der Begrüßung durch die Pfarrer Claudia Kuhn und Jonas Adam setzte Sara Dähn bei ihrer harmonisch abgestimmten Interpretation des Songs "I will follow him" aus dem Musical "Sister Act" mit den Background-Sängern Laura Brümmer, Pia Tiets und Alexander Hohler sogleich ein Ausrufezeichen; Thomas Blaeschke lieferte am E-Piano ein kraftvolles Fundament. Mehr noch brillierte Dähn solo in Frank Sinatras Klassiker "New York, New York" mit künstlerischer Vielseitigkeit.

Regelrecht anzustecken vermochte der Mädchenchor Joyful Noise unter Leitung von Bettina Kühn mit seiner lebhaft-beschwingten Darbietung des Gospelsongs "This little light of mine". Mit seinem jugendlichen Elan sang sich die achtköpfige Formation auch bei dem besinnlichen Stück "Don’t stop believin" in die Herzen der Hörer.

Blaeschke erwies sich als ebenso charmanter wie humorvoller Moderator und ordnete die Kompositionen in den musikgeschichtlichen Zusammenhang ein, so auch den Song "Erinnerung" aus dem Musical "Cats", den Sara Dähn voller Leidenschaft vortrug. Gleichermaßen zu beeindrucken vermochten Eigenkompositionen wie der ausgefeilt arrangierte Mutmachsong "Leben"; reizvoll trat hier der Chor Felicita hinzu. Gezielt den Publikumskontakt suchte Dähn in "Ich will keine Schokolade" und setzte hier ein weiteres Glanzlicht. Backgroundsänger Alexander Hohler rückte in "Draußen" aus "Der Glöckner von Notre Dame" solistisch in den Mittelpunkt. Nach der Pause lauschte das Publikum "Voice over Piano" etwa bei dem Medley aus "Phantom der Oper".

Für eine besonders persönliche Note sorgte der Song "Sternenstaub". Darin verarbeitet Dähn den Verlust ihrer Oma. Der Aspekt, dass nahestehende Menschen, die sterben, in unseren Gedanken fortleben, schlug am stärksten eine Brücke zum religiösen Rahmen der Veranstaltung.

Zu berühren vermochte auch die nuancierte, melodisch sehr flüssige Interpretation des Songs "The road less traveled" durch den Chor Felicita, begleitet von Markus Herzberger am Klavier. Zu Ende ging das Konzert mit dem Queen-Hit "Somebody to love". Kräftigem Beifall folgte eine Zugabe.

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