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Jugendliche der Martin-Luther-Schule überzeugen mit ihrer Interpretation des Märchens "Rotkäppchen".

Begabter Rapper mit Basecap

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Buseck (pm). Mit ihrem eigens geschriebenen Musical "RotRAPchen" feierten die Schüler der Martin-Luther-Schule Premiere. Rund ein Jahr lang haben die Jugendlichen an ihrer Adaption des Grimm’schen Märchens "Rotkäppchen" gearbeitet. Während sie im ersten Halbjahr überwiegend an den Texten gefeilt hatten, lag der Schwerpunkt im zweiten Halbjahr auf den szenischen und musikalischen Proben.

"RotRAPchen" ist nicht, wie in der Originalversion ein kleines Mädchen mit rotem Käppchen, sondern ein begabter junger Rapper mit roter Basecap, der sich mit einem "hammerkrassen Beatpaket" und Wein "für schlechte Tage" auf den Weg zu seiner hippen, freshen Grandma (Großmutter) macht.

Kaum hat seine Mum "RotRAPchen" in den Ghettowald verabschiedet, läuft er dem vermeintlich gefährlichem Snoopwolf über den Weg, der die Grandma entführt hat und nun in seiner Höhle gefangen hält. Weil er sich gerade in einer Schaffenskrise befindet, versucht er, alle Newcomer, die ihm gefährlich werden könnten, durch seine Gang auszuschalten.

Schwungvolle Aufführung

Snoopwolf will die Großmutter erst wieder freilassen, wenn sich "RotRAPchen" erfolgreich mit allen Gangmitgliedern gebattelt hat. Mithilfe der Fee Silberhauch besiegt "RotRAPchen" alle aus der Snoopwolf-Gang. Schließlich sind es drei Musiktouristen, die im Ghettowald auftauchen, die den Rappern klarmachen, dass man musikalisch über den eigenen Tellerrand schauen sollte, um nicht langweilig zu werden.

Großmutter kommt frei, als während des Showdowns zwischen "RotRAPchen" und Snoopwolf klar wird, dass beide hervorragende Rapper sind und in Krisen einfach Zuspruch und neue Impulse brauchen. Alles kulminiert in einem gemeinsam gesungenen Popsong.

Die schwungvolle und witzige Aufführung mit gekonnten musikalischen und schauspielerischen Einlagen ist eine Schülerarbeit, bei der fachübergreifende drei Wahlpflichtbereiche (WPU) zusammengearbeitet haben. Zum einen war dies die WPU Musical unter Leitung von Claudia Jirka, Tess Wiley und Melanie Weigand. Dazu kam noch das Know-how der WPU Graffiti unter Leitung von Scid da Beat und Harti, die für das Bühnenbild verantwortlich zeichnete sowie die WPU Band unter Leitung von Jörg Helfrich und Sophie Steuernagel.

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