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Die Initiatoren der Pflanzaktion (mittlere Reihe v. l.): Anna-Lena Notari, Lea-Alexandra Klamm, Katharina Mank zusammen mit Schulleiter Mathias Brodkorb, Bürgermeister Dirk Haas und Malte Weber.

Ein Baum für den Klimaschutz

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Buseck (mmf). Eine große "Fridays for Future"-Demonstration ist ihnen untersagt. Immerhin kam vom Kultusministerium die Anweisung, sollten Schüler während des Unterrichts daran teilnehmen, sei dies als Fehlstunde zu werten. Doch die Jugendlichen der IGS Busecker Tal haben ihren eigenen Weg gefunden, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen. Und dies goutieren sowohl Schulleiter Mathias Brodkorb als auch Busecks Bürgermeister Dirk Haas.

Unter den Augen von knapp 200 Schülern, der Schulleitung und eben Bürgermeister Haas pflanzten am gestrigen Freitag Schülersprecherin Katharina Mank, ihre beiden Vertreterinnen Lea-Alexandra Klamm und Anna-Lena Notari sowie Malte Weber, Stufensprecher der Klassen 9 und 10, den "Fridays for Future"-Baum. Die ganze Aktion fand dementsprechend in der Pause statt.

Schulleiter Brodkorb war davon angetan, dass sich seine Schüler Alternativen zu einer Demo überlegt hatten. "Es ist wichtig, dass hier Schüler sind, die sich engagieren. Aber wir brauchen keinen Unterrichtsausfall, um aktiv zu werden", sagte Brodkorb.

Das Geschehen in der IGS ist insofern bemerkenswert, da außerhalb der Stadt Gießen bislang noch keine "Fridays for Future"-Aktion im Landkreis publik wurde. "Ich glaube das ist die erste dieser Art", sagte Schülersprecherin Mank. Sie und ihre Mitstreiter wollen andere Schulen motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Das machte Mank auch in ihrer Rede deutlich: "Ganz schnell können aus einem Baum mehrere Tausend werden", sagte sie. Stufensprecher Weber betonte: "Grüne Flächen sorgen für eine positivere Stimmung als Betonbauten."

Bürgermeister Haas erzählte, er sei begeistert gewesen, als er von dem Vorhaben erfahren habe. "Eine tolle Aktion" nannte er das Baumpflanzen. Und überhaupt: Die Jugend engagiere sich gar politischer als mancher Politiker. Haas sagte, er finde es schade, dass sich andere Politiker negativ zu den Schüler-Demos äußern würden: "Es ist toll, dass sich Schüler für ihre Umwelt interessieren und engagieren." Um auf sich aufmerksam zu machen, müsse man gewisse Regeln überschreiten. Haas zumindest hofft auf weitere Aktionen: "Wir sind froh um jeden Baum."

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