Fahrstunde besonderer Art: Wer die Prüfung auf dem Rollbrett besteht, erhält sogar einen "Führerschein". FOTO: SIW
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Fahrstunde besonderer Art: Wer die Prüfung auf dem Rollbrett besteht, erhält sogar einen "Führerschein". FOTO: SIW

Anrempeln geht gar nicht

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck(siw). "Erster Gang, zweiter Gang, dritter und nun geht es auf die Autobahn": Derartige Kommandos hören sich nach Fahrstunde an. So etwas ähnliches war es auch. In der TV-Halle machten Ferienspielkinder nun ihren Rollbrettführerschein. Ganz wichtig ist dabei die gegenseitige Rücksichtnahme, um Prellungen und blaue Flecken zu vermeiden. Das Wort "Handbremse" erhält beim Rollbrettfahren eine wortwörtliche Bedeutung, denn gebremst wird mit Händen und Füßen. Dies sollte rechtzeitig geschehen, denn eine Wand ist selten mit einer dicken Matte gepolstert, sondern steinhart. Die künftige Sportlehrerin Agnes Jocksch (Lich) betätigte sich als "Fahrlehrerin", Co-Pilotin war Milena Appel (TV Großen-Buseck).

Vielseitiges Gerät

Für das Geschicklichkeitstraining wurde ein Parcours aufgebaut: Seillinien, Slalom und ein Tunnel waren zu durchfahren, man musste unter einem Tisch einparken und in einer Sackgasse wenden. Rollbrettfahren auf dem Bauch liegend, sitzend (auch im Schneidersitz) oder knieend - all das funktioniert mit diesem vielseitig einsetzbaren Sportgerät. Damit die Haare nicht unter die Räder kommen, müssen diese unbedingt hochgebunden werden. Das Einklemmen der Finger lässt sich vermeiden, indem das Brett seitlich in der Mitte angefasst wird. Anrempeln geht gar nicht. Dann hat man den Führerschein, in diesem Fall eine Teilnahmeurkunde, einfach nicht verdient.

Auch in Buseck sind die Ferienspiele durch Corona beeinflusst. Dennoch ist man froh, dass etwa die Hälfte der Angebote umgesetzt werden konnten. "Insgesamt haben sich 108 Kinder angemeldet. Viele Kurse konnten unter den eingeschränkten Rahmenbedingungen nicht stattfinden", erklärte Jugendpfleger Andreas Geck. Absagen von Kindern/Eltern habe es eher wenige gegeben. Mit den Hygieneregeln seien die Kinder gut zurecht gekommen. Für die Veranstalter beziehungsweise die Kursleiter stelle die Organisation eine größere Herausforderung dar. Immer wieder sei zu prüfen, ob und wie die Angebote stattfinden können.

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