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100 Prozent Impfquote

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Von: Siglinde Wagner

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Die Zahl der Einsätze für die Großen-Busecker Feuerwehr - hier bei einem Verkehrsunfall im Frühjahr - hat wieder zugenommen. ARCHIVFOTO: CON © Constantin Hoppe

Buseck (siw). Eigentlich eine gute Nachricht: Die Einsatzzahlen der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Buseck sind zu Beginn der Pandemie stark eingebrochen. Erst nach und nach ereignete sich wieder so viel wie vor dem Ausbruch von Covid-19. »Ein größerer Einsatz war glücklicherweise nicht dabei«, sagte Wehrführer Dominik Panz nun auf der Jahreshauptversammlung.

Er gab einen Ausblick auf dieses Jahr: Bislang wurden schon 100 Einsätze registriert. Darunter auch Brände wie etwa das Dolzianer Vereinsheim und der »Kimmels Aussichtsturm«.

2021 nahm das Ausbildungsgeschehen wieder an Fahrt auf. Unter anderem galt es, die Einsatzmöglichkeiten und Handhabung der beiden neuen Abrollbehälter »Starkregen« und »Tank« zu beüben. Während der Abrollbehälter »Starkregen« Pumpen und Deichmaterial für Starkregen und Hochwasserschäden beinhaltet, ist der Tank zur Sicherstellung der Wasserversorgung bei großen Bränden oder Waldbränden vorgesehen.

Da die übliche Tauglichkeitsprüfung der Atemschutzträger nicht in Gießen abgenommen werden konnte, hatte der stellvertretende Wehrführer André Mattern ein Training vor Ort veranlasst. Passanten staunten nicht schlecht, als die Atemschutzträger in voller Montur im Dauerlauf durch das Dorf liefen. Die Zahl der Einsatzkräfte blieb mit 50 stabil. Diese sind alle geimpft.

Feuerwehr als Teamaufgabe

Zu Beginn seines Berichtes erinnerte Panz an seine Worte anlässlich der Versammlung vor zwei Jahren. »Ich bin gespannt, was uns das nächste Jahr bringen wird.« Als er das sagte, hatte er die neuen Fahrzeuge im Blick. »Ich hätte nie gedacht, dass wir uns bald mit Maske, bei offenem Fenster und auf Abstand wiedersehen würden.« Feuerwehr sei ein Teamspiel und funktioniere nur, wenn die Truppe zusammensteht und interaktiv arbeiten könne.

Die Impfungen im Frühjahr zum gegenseitigen Schutz und zum Schutz hilfsbedürftiger Personen bedeuteten für alle eine große Erleichterung. »Ich will mir gar nicht vorstellen, wenn eine Flutkatastrophe wie im Ahrtal auf völlig Ungeimpfte getroffen wäre.« Ein Desaster wäre es auch, wenn aufgrund eines Corona-Falls die gesamte Einsatzabteilung in Quarantäne gemusst hätte. Deshalb wurde sich vorsorglich nur noch in Kleingruppen getroffen.

Aktuell läuft die Ausschreibung für zwei Fahrzeuge, eine zur Ersatzbeschaffung eines 28 Jahre alten Tanklöschfahrzeugs und eine weitere für den nicht mehr verkehrstüchtigen Wechsellader. Beide Anschaffungen werden durch das Land gefördert. Jugendfeuerwehrwart Kevin Döll bereitet derzeit mit seinem Team 19 Jugendliche auf die Einsatzabteilung vor, für zwei davon steht ein Wechsel kurz bevor. Er dankte Michael Schwalb, der sich nach 14 Jahren als Jugendgruppenleiter zurückgezogen hat.

Saskia Wagner hat die Minis mit Briefen mit kleinen Aufgaben und Geschenken über den Lockdown hinweg bei der Stange halten können. Ein Besuch im Feuerwehrgerätehaus von Grundschülern aus der Schülerbetreuung der Goetheschule hat nach den Sommerferien einen Zuwachs um zwölf auf nun 22 Minis gebracht.

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