Burg Hohensolms ist ein möglicher Ausgangspunkt der Wanderung. ARCHIV-FOTO: PM
+
Burg Hohensolms ist ein möglicher Ausgangspunkt der Wanderung. ARCHIV-FOTO: PM

Von Burg zu Burg

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
    schließen

Die Osterferien und das Frühlingswetter locken nach draußen. Gegen einen Osterspaziergang ist auch in Corona-Zeiten nichts einzuwenden. Bis Samstag stellen wir etwas weniger ausgetretene Pfade vor. Heute: Der Zwei-Burgen-Weg.

Das ist das Schöne an einem Rundweg. Man kann sicher sein, immer wieder zum Startpunkt zu kommen, ganz gleich, wo man einsteigt. Das ist auch bei dem knapp zwölf Kilometer langen Zwei-Burgen-Weg so, der seinen Namen von den Burgen Altenberg und Hohensolms bekommen hat.

Also zum einen von der mächtigen spätmittelalterlichen Burganlage in Hohensolms, seit Jahren Jugendburg, Seminar- und Tagungsstätte der Evangelischen Kirche zu Hessen und Nassau. Und zum anderen von den Resten der mittelalterlichen Burg auf dem 442 Meter hohen Altenberg, die ein im 14. Jahrhundert zerstörter Vorgängerbau der heutigen Jugendburg war.

Seit bald zehn Jahren ist die Route als einer der hessischen Premium-Wege ausgewiesen. Der Weg führt reichlich durch offene Landschaft und bietet aufgrund der Höhenlage immer wieder feine Aussichtspunkte.

Es gibt mehrere gute Möglichkeiten, in die Rundwanderung einzusteigen: Entweder in Großaltenstädten am Schwimmbad in Hohensolms an der Burg respektive am Altenberg. Ausreichend Parkplätze sind jeweils vorhanden. Anfahrt: Am bequemsten mit dem Auto.

Wer in Hohensolms loswandert, der läuft erst ein wenig nach Osten und dann nach Süden bergab durch Wiesen, Weiden und Felder in Richtung der Vorgänger-Burg. Von dieser Burg Altensolms auf dem Altenberg sind nur noch Reste von Wall und Graben im Wald vorhanden. Der dort auf dem Altenberg errichtete sechs Meter hohe Aussichtsturm wurde erst im 19. Jahrhundert aus Steinen dieser Burg erbaut. Immer wieder kann der Wanderer seinen Blick schweifen lassen über die Hügel und Berge des Lahn-Dill-Berglandes. Bei guter Fernsicht kann man bis ins Rothaargebirge schauen, ins Gießener Becken und in den Taunus. Ebenfalls immer wieder im Blick sind der Dünsberg - und die Windräder, die nahe Hohensolms im Wald stehen. Weiter führt der Weg über die sogenannte Großenaltenstädter Heide und vorbei an der Lohmühle und der Pfeffermühle.

So hat man Großaltenstädten nach etwa drei Viertel der 11,5 Kilometer langen Runde erwandert. Der weitere Weg führt von dort mehrheitlich bergauf zurück nach Hohensolms.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare