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Zum Abschluss noch ein Foto vor dem Rathaus mit Frau Grabe-Bolz.

Goetheschüler im Rathaus

Im Büro der Oberbürgermeisterin

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Gießen (Klasse 4b). Heute ist es so weit! Die Klasse 4b der Goetheschule besucht die Oberbürgermeisterin. Wir machen mit bei dem Projekt "Zeitung in der Grundschule" und haben vor ein paar Tagen erfahren, über wen wir einen Artikel schreiben dürfen. Zunächst dachten einige, die Oberbürgermeisterin heißt Frau Merkel und wir fahren nach Berlin. Doch schnell fanden wir heraus, dass die Oberbürgermeisterin Frau Grabe-Bolz heißt und im Rathaus am Berliner Platz arbeitet. Wir machten uns schlau über den Beruf einer Oberbürgermeisterin und auch über den Lebenslauf von Frau Grabe-Bolz. Nachdem wir gründlich recherchiert hatten, bereiteten wir Fragen vor, die wir der Oberbürgermeisterin stellen wollen.

Langer Arbeitstag

Gut vorbereitet geht es heute los zum Rathaus. Dort angekommen, werden wir in den Sitzungssaal geführt. Uns werden Getränke angeboten und wir dürfen auf sehr bequemen Sesseln sitzen. Frau Grabe-Bolz begrüßt uns sehr herzlich und wir überreichen ihr einen Blumenstrauß. Dann dürfen wir ihr unsere vielen Fragen stellen. Wie sie auf den Beruf der Oberbürgermeisterin gekommen sei, fragen wir. Frau Grabe-Bolz erklärt uns, dass sie sich den Beruf nicht einfach ausgesucht hat. Man kann das nicht studieren. Sie wurde von ihrer Partei gefragt, ob sie sich vorstellen kann, zu kandidieren, und dann wurde sie von den Bürgern gewählt. Jetzt ist sie schon seit dem Jahr Oberbürgermeisterin von Gießen, indem die meisten von uns geboren sind, seit 10 Jahren. Frau Grabe-Bolz erzählt uns, dass sie morgens gerne zur Arbeit geht, meistens gegen 9 Uhr. Ihr Tag endet oft erst gegen 23 Uhr und dann nimmt sie manchmal noch Arbeit mit nach Hause.

Sie kümmert sich um viele unterschiedliche Dinge in der Stadt: die Feuerwehr und ihre Ausstattung, Instandhaltung oder den Bau von Schulen, Kitas und Spielplätzen. Sie geht zu Festen, wie Geburtstagen, zu Vereinsfeiern, Jubiläen von Einrichtungen. Nachmittags an Heiligabend besucht sie die Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser und Seniorenheime, um den Mitarbeitern Danke für ihre Arbeit zu sagen. Stolz ist sie auf die vielen Sozialwohnungen, die gebaut werden, und auch darauf, dass in der Stadt und ihren Stadtteilen viel für ältere Menschen gemacht wird, wie zum Beispiel Seniorentreffs.

Besonders gerne arbeitet Frau Grabe-Bolz im Bereich Sport und Kultur. Dabei ist ihr wichtig, dass dies für alle Menschen in Gießen, Jung oder Alt, Arm oder Reich, zugänglich ist. Sie macht auch selbst gerne Sport, erzählt sie uns. Gerne fährt sie mit dem Fahrrad zum Schiffenberg oder ins Salzbödetal.

"Warum gibt es in der Innenstadt nicht mehr Spielplätze für ältere Kinder?", fragt eine Mitschülerin. Diese Frage nimmt Frau Grabe-Bolz sehr ernst und fragt alle Kinder in der Klasse, welche Spielgeräte sie sich auf einem Spielplatz wünschen. Sie verspricht, die Vorschläge an den zuständigen Mitarbeiter weiterzuleiten.

Zum Schluss fällt uns noch auf, wenn man sich im Saal umschaut, sieht man viele Fotos von Männern an den Wänden. Das sind die Vorgänger von Frau Grabe-Bolz. Sie ist die erste weibliche Oberbürgermeisterin und hofft, dass noch viele folgen werden.

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