Bürgermeisterwahl Lich

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Neubert will gleiche Lebensverhältnisse- Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse zählt zu den zentralen Zielen deutscher Politik und steht für den Licher Bürgermeisterkandidaten Dr. Julien Neubert ganz oben auf der Agenda. Bei einem Gespräch mit Landrätin Anita Schneider erklärte er, dass in Sachen kommunaler Daseinsvorsorge vor allem die Kinderbetreuung eine zentrale Stellschraube dafür sei, ein Angebot zu schaffen, was mit Mittel- und Großstädten mithalten könne. Als Bürgermeister will er sich dafür stark machen, dass der derzeitige Betreuungsstandard in den Kindergärten mindestens gehalten werde und diese schrittweise zu Familienzentren ausgebaut würden. Außerdem will Neubert mit den Betreuungszeiten auf die zunehmenden Flexibilisierungsanforderungen von Eltern am Arbeitsmarkt reagieren. Angesichts eines Haushaltsdefizits im Kindergartenbereich von knapp drei Millionen Euro - Tendenz steigend - hält Neubert zudem eine finanzielle Entlastung für einen "wirklichen Beitrag zur kommunalen Entwicklung". Hier sieht er auch den Bund in der Pflicht. Zudem will er unter anderem mit seinem Programm zur sozialen, kulturellen und touristischen Infrastruktur sowie zu Siedlungs- und Gewerbeentwicklung die richtigen Impulse für den Standort Lich setzen, um die Einnahmen zu generieren, die für eine qualitativ hochwertige, wettbewerbsfähige Kinderbetreuungspolitik nötig seien. (pm)

Blasini plant Infrastruktur-Anpassung- Seit Jahren ist Wohnen und Leben in Lich attraktiv, Bauplätze verkaufen sich ebenso schnell wie Häuser und Wohnungen. "Meiner Meinung nach müssen wir nun über den Ausbau der Infrastruktur in unserer Stadt reden", sagt der parteilose Bürgermeisterkandidat Peter Blasini in einer Pressemitteilung. "Was brauchen wir für die gewachsene Einwohnerzahl zusätzlich? Wie bereiten wir einerseits unsere Kindergärten, Schulen und Betreuungseinrichtungen auf die gewachsene Zahl an Familien vor, und wie schaffen wir eine altengerechte Infrastruktur, damit möglichst viele ältere Menschen an ihrem Wohnort weiterleben können, wie unterstützen wir das Ehrenamt und wie unsere Vereine?" All dies sind für Blasini zentrale Fragestellungen für die Zukunft. Der Neubau der Kindertagesstätte mit Familienzentrum am Standort der Asklepios-Klinik sei dabei ein Schritt in die richtige Richtung. Weitere Maßnahmen müssten in einem Dialog mit der Bevölkerung und dem Stadtparlament folgen. Blasini hält eine vitale Stadt für sehr wichtig für die Lebensqualität der Bürger. Dabei müsse auf das gegenseitige Bedingen von Ökologie und Ökonomie geachtet werden. Ebenso wichtig sei ihm das Gespräch mit dem Fürstlichen Haus. "Der nicht so erfreuliche Zustand des Schlossparks, die Situation des Waldschwimmbades und die Nutzung des Forstes um Lich herum, sind Themen die dort angesprochen werden sollten." Weitere Schwerpunkte legt Blasini auf die Mobilität insgesamt, die Verkehrssituation in Lich, einen eventuellen zweiten Bahnhaltepunkt sowie die bessere Taktung von Bus und Bahn, sichere Rad- und Fußwege und einen Bürgerbus. (pm)

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