Nicht mehr Mitglied der CDU: Bürgermeister Christof Heller.
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Nicht mehr Mitglied der CDU: Bürgermeister Christof Heller.

Kommunalpolitik

Bürgermeister tritt überraschend aus der CDU aus

  • VonConstantin Hoppe
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Hüttenbergs Gemeindeoberhaupt Christof Heller ist nun parteiunabhängig. Eine „Vielzahl von Aspekten“ habe zu seinem CDU-Austritt geführt, sagt er.

Hüttenberg – Dass Bürgermeister Christof Heller aus der CDU ausgetreten ist, überraschte am Wochenende viele Hüttenberger. »Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass der Gemeinde Hüttenberg in der jetzigen Situation ein parteiunabhängiger Bürgermeister gut tut«, sagte er am Montag, als er zu seinem Austritt aus der Partei im Gespräch mit der GAZ Stellung bezog. Heller machte aber auch klar: »Es gibt aktuell wichtigere Probleme in unserer Gemeinde, als die Parteizugehörigkeit eines Bürgermeisters.«

Auf die Nachfrage, ob die Haltung der CDU zum Neubau des Hüttenberger Hallenbads eine Rolle in seiner Entscheidung gespielt habe, antwortet der Bürgermeister: »Es gab eine Vielzahl von Aspekten, die zu meinem Entschluss geführt haben. Es spielt auch keine Rolle, ob ein Bürgermeister mit einer politischen Entscheidung zufrieden ist oder nicht, die demokratisch gefassten Beschlüsse müssen umgesetzt werden, und das tun wir auch.« Nur eben in Zukunft als Bürgermeister ohne Parteizugehörigkeit.

Hüttenberg: CDU und Bürgermeister sind sich uneins

Heller wurde als Kandidat der CDU im September 2011 als Nachfolger von Manfred Schmidt (SPD) als Bürgermeister gewählt und war auch bei der Wahl 2017 erneut für die Christdemokraten erfolgreich.

Doch in den letzten Sitzungen der Gemeindevertretung waren gerade bei den finanziellen Angelegenheiten der Gemeinde unterschiedliche Haltungen zwischen der Partei und dem Bürgermeister spürbar.

Aufgaben stehen in nächster Zeit wahrlich genug für die Gemeinde an: Das Riesenprojekt Hallenbadneubau mit geschätzten Kosten von 9,74 Millionen Euro und die finanzielle Lage in der Gemeinde - zum Jahresende wird mit einer Verschuldung in Höhe von 17,4 Millionen Euro gerechnet. Für das aktuelle Haushaltsjahr wurde die Grundsteuer B für den Haushaltsausgleich um 125 Punkte auf 625 Prozentpunkten angehoben. Eine Finanzierungsmöglichkeit für das Hallenbad sieht eine Erhöhung der Grundsteuer B um weitere 200 Punkte vor. Und auch der Ausbau der Kinderbetreuung und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Rechtenbach werden den Haushalt weiter belasten.

Hüttenberger Bürgermeister: Keine Absprache mit anderen

Bezüglich seiner politischen Ausrichtung versprach Heller am Montagmorgen: »Ich werde in Zukunft parteiunabhängig sein und auch bleiben. Ich habe keine Absprachen mit anderen Fraktionen getroffen und werde auch keiner anderen Partei beitreten.« (con)

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