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Jetzt Brachland, wird hier künftig wohl ein Haus stehen, dessen Maße und Bauweise durch den Bebauungsplan definiert werden.

Bürger setzen Änderungen durch

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Pohlheim (se). Am Ende herrschte doch Einigkeit darüber, wie der Bebauungsplan Nr. 3 für das Gebiet "Verlängerte Bruchstraße" und "Verlängerte Fahrtgasse" auszusehen hat. Jedenfalls sprach der von Michael Wagner geleitete Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt am Montagabend eine Beschlussempfehlung für die Stadtverordnetenversammlung am 7. November in Grüningen aus.

Dabei bezogen sich die Kommunalpolitiker auf eine geänderte Vorlage von Hendrik Christophel, Geschäftsführer der Planungsgruppe Prof. V. Seifert aus Leihgestern, der in seiner Ausarbeitung auch Elemente aus den Empfehlungen der "Interessengemeinschaft Bruchstraße" berücksichtigte.

Der Zusammenschluss von Anwohnern hatte mit einer Abordnung von Entscheidungsträgern am 15. Oktober eine Ortsbesichtigung vorgenommen und stand auch mit den in der Stadtverordnetenversammlung vertretenden Parteien im Gespräch. Hier konnten die Anwohner ihre Anliegen und Bedenken erläutern und haben damit ihren Beitrag zur Änderung des Planes geleistet.

Maximal drei Wohnungen pro Haus

Dabei handelt es sich um eine Hinterbebauung in der Bruchstraße. So ist die Grundfläche laut Plan limitiert auf maximal 140 Quadratmeter pro Gebäude. Und "maximal zulässig ist die Bebauung mit zwei Vollgeschossen", heißt es in der Vorlage.

Die Firsthöhe der Einzelhäuser wird auf höchstens neun Meter festgelegt. Der untere Bezugspunkt für die Höhe liegt knapp 1,50 Meter unterhalb der höher gelegten Bestandsbebauung direkt an der Straße. Eine Aufschüttung des Geländes im Planungsgebiet ist nicht vorgesehen, sieht man davon ab, dass Bodenunebenheiten bis zu 30 Zentimeter ausgeglichen werden dürfen.

Zulässig sind maximal drei Wohnungen pro Neubau. Außerdem ist ein sechs Meter breiter Anpflanzungsstreifen am Westrand des Plangebietes mit heimischen, standortgerechten Büschen und Bäumen anzulegen.

Mit den Beschlüssen, die auch die öffentliche Auslegung sowie die Einbeziehung von Trägern öffentlicher Belange sowie der öffentlichen Bekanntmachung beinhalten, nahm der Bebauungsplan die erste parlamentarische Hürde.

Ungewöhnlich am bisherigen Verlauf des Verfahrens war, dass die Wünsche und Bedenken der Anwohner bereits vor der öffentlichen Auslegung Berücksichtigung gefunden haben.

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