Buchfinken haben die Nase vorn

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Gießen (pm). Der Oktober ist jährlich der Monat, in dem die meisten Vögel ziehen. Naturschutzverbände machen sich dies mit Zugvogeltagen zunutze, um bei Veranstaltungen Begeisterung für die Beobachtung der Tiere zu wecken und für den Schutz der Zugvögel und ihrer Rastgebiete zu sensibilisieren. Im Kreis Gießen haben sich wie im Vorjahr die Beobachter abgesprochen, um an mehreren Standorten den Vogelzug zu erfassen.

Am 4. Oktober luden die NABU-Gruppen Langgöns und Pohlheim unter fachlicher Leitung von Martin Wenisch zur gemeinsamen Beobachtung auf die Grüninger Warte ein. Die NABU-Gruppen Heuchelheim, Rodheim-Bieber und Wettenberg mit Tim Mattern hatten die Feldgemarkung oberhalb des Rodheimer Gewerbegebiets als Standort auserkoren. Ergänzend hatten Peter Mende und Hans-Erich Wissner im Alten Feld bei Allertshausen Postion bezogen, Manfred Heller und Lioba Krämer auf dem Altenberg bei Odenhausen, auf dem Steinbacher Lutherberg und Colin Jandrasits bei Großen-Buseck. An diesem Tag waren die Zugbedingungen nicht optimal, es wurden insgesamt knapp 5000 Vögel gezählt. Teilweise gab es sogar einen Umkehrzug - bei widrigen Bedingungen weichen die Vögel beispielsweise vor Wettereignissen aus. Über die Hälfte der Vögel waren Buchfinken, gefolgt von Feldlerchen und Ringeltauben. Insgesamt 40 Vogelarten stellten die Beobachter fest. Mit dabei waren die ersten Bergfinken und ein später Wespenbussard.

Eine Woche später hatten drei Beobachter einen deutlich besseren Zugtag erwischt. Rund 15 000 Vögel wurden bei Rodheim, am Lutherberg und bei Großen-Buseck gezählt. Den Löwenanteil stellte auch diesmal wieder der Buchfink mit 74 Prozent, gefolgt von Feldlerche und Wiesenpieper. Besonderheit war ein Trupp Bläßgänse. Insgesamt kamen 47 verschiedene Vogelarten auf die Listen.

Von vornherein geplant war ein weitere Beobachtungstag am vergangenen Sonntag. Wegen lokal schlechter Sichtbedingungen waren nicht alle Standorte besetzt. An der Grüninger Warte, am Alten- und am Lutherberg sowie in der Rodheimer Feldgemarkung wurden zusammen erneut rund 5000 Vögel aus 30 Arten gezählt.

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