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Der Brüstungshandlauf, das Fotomotiv und der "Aufreger" in Großen-Buseck

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Die einen nennen es den "Aufreger der Woche", anderen Passanten ist es noch nicht einmal aufgefallen: Das "Brückelchen" hat seit etlichen Wochen einen Handlauf zur nachträglichen Erhöhung der Brüstung. Die bogig geführte Fußgängerbrücke wurde Ende des vergangenen Jahres grundhaft saniert. Sie ist ein Wahrzeichen von Großen-Buseck und mit der evangelischen Kirche im Hintergrund ein beliebtes Fotomotiv. Nun stört der Brüstungshandlauf das historische Bild.

Die steinerne Brücke wurde erstmals anno 1709 erwähnt. In über 300 Jahren ist vermutlich niemand über die relativ breite Brüstung in die Wieseck gefallen. Bürgermeister Dirk Haas hätte den Handlauf gerne verhindert. Den Erfordernissen der Verkehrssicherheitspflicht kann er sich jedoch nicht entziehen. Er sagt: "Es gibt Schlimmeres. Bei mir sind bislang keine Beschwerden angekommen. Außerdem finde ich, dass wir einen gelungenen Mittelweg zwischen Denkmalschutz und Verkehrssicherheitspflicht gefunden haben."

Der Handlauf ist aus Eisen, beschichtet im "historischen" Farbton DB703, dem Farbton von Eisenbahnbrücken. "Eine sehr gute Lösung", befand inzwischen auch die Denkmalschutzbehörde. siw/Foto: siw

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