Wetzlar

Zypries übernimmt Schirmherrschaft

Nach der Führung durch das Dunkelkaufhaus in Wetzlar zeigte sich Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries beeindruckt: "Das Erlebnis war viel intensiver als ein Essen im Dunklen."

So ein Essen habe sie auch schon zweimal gemacht, sagte die Ministerin. Zypries war nach Wetzlar gekommen, um die Schirmherrschaft über die zum Optikparcours gehörende Einrichtung zu übernehmen.

Der Name des Dunkelkaufhauses rührt daher, dass es sich in einem früheren Kaufhaus befindet. In dem absolut dunklen, mit vielen Gegenständen des täglichen Lebens eingerichteten Kellerraum geht es um die Erfahrung des Nicht-Sehens. Die Dinge können nur ertastet werden. Eine Führung durch den labyrinthartigen Gang vermittelt dem Besucher, wie es ist, blind zu sein. Die Sinne werden geschärft, das Zeitgefühl geht dafür beinahe verloren.

Begrüßt wurde die Ministerin vom (blinden) Dunkelkaufhaus-Manager Thomas Brendel und dem Vorsitzenden des Dunkelkaufhaus-Vereins, Prof. Dr. Jürgen Erbach.

Gekommen waren auch zahlreiche Ehrengäste, darunter die Wetzlarer Behindertenbeauftragte, Stadträtin Bärbel Keiner, Landrat Wolfgang Schuster und Stadtverordnetenvorsteher Udo Volck.

65.000 Besucher seit Bestehen

Das Dunkelkaufhaus feiert im nächsten Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Angeboten werden neben regelmäßigen Führungen (täglich außer montags und mittwochs) Events wie Weinproben, Kindergeburtstage, Pizzaessen, Weinproben und vieles mehr – alles im Dunklen, versteht sich.

Laut Brendel haben seit der Eröffnung 2008 rund 65.000 Gäste das Dunkelkaufhaus besucht. (vg)

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